TV-Tipp

Doc Esser: Mückenstich und Sonnenbrand

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Berlin -

Die Sonne tut gut und macht gute Laune. Aber wie gut schützen wir uns vor der Sonne und den möglichen Schäden wie Pigment- und Leberflecken, Verbrennungen oder gar Hautkrebs? Dr. Heinz-Wilhelm Esser geht der Frage heute um 21 Uhr im WDR auf den Grund. „Gesund durch den Sommer“ macht zudem den großen Mückenmitteltest.

Es ist Sommer und so lockt das Bad in der Sonne – natürlich nur gut geschützt. Doc Esser erklärt die verschiedenen Hauttypen und wie sich daraus die Schutzzeit errechnet. Kinder und Erwachsene vom Hauttyp 1 haben in der Regel eine Eigenschutzzeit von fünf Minuten, tragen sie ein Produkt mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von 50 aus, verlängert sich die Schutzzeit um den Faktor 50. Somit dürfen Sonnenanbeter bis zu 250 Minuten in der Sonne bleiben, ohne einen Hautschaden zu erleiden.

Wieviel Creme ist nötig? Und ist wasserfest wirklich wasserfest? Doc Esser macht den Check. Der Eincremetest zeigt: Füße und Ohren werden gerne vergessen, auch die Seiten des Oberkörpers und den Rücken gilt es gut zu schützen. Erwachsene benötigen für den Körper eine Menge von etwa 40 bis 60 Milliliter, was etwa bis zu sechs Esslöffel entspricht. Genau errechnet sich die Menge aus 2 mg Produkt pro einem Quadratzentimeter Körperfläche.

Bei der Wahl der Sonnencreme sollte auch das Kleingedruckte gelesen werden. Bei als wasserfest deklarierten Produkten muss nach dem Bad im kühlen Nass nachgecremt werden. Bereits in kurzer Zeit kann sich etwa die Hälfte des Produktes abwaschen. Auch wenn die Inhaltsstoffliste für Verbraucher nach böhmischen Dörfern klingt, sollte auf Nanopartikel verzichtet werden. Titaniumdioxid sei nach Doc Esser so ein Nanoteilchen, das war effektiv schütze aber nicht auf verletzte Haut aufgetragen werden sollte.

Neben Sonnenpflegeprodukten können auch Sonnenschirme die Haut schützen. Im Handel sind Schirme mit einem UV-Filter. Verbraucher sollten beim Kauf auf das „Standard 801“-Siegel achten. Diese beschichteten Schirmen lassen tatsächlich nahezu keine UV-Strahlung durch.

Im Sommer können nicht nur Sonnenbrand und Hitzestich die Stimmung vermiesen, auch Insekten können eine Plage sein. In diesem Jahr sind vor allem Mücken weit verbreitet. Ihr Stich ist beinahe unbemerkt, denn ihr Speichel enthält ein lokales Anästhetikum, so spüren wir den Stich nicht. Die gefäßerweiternde Wirkung des Sekrets erleichtert den Mückenweibchen die Blutaufnahme. So verlassen sie mit der doppelten Menge ihres Körpergewichts ihre Opfer. Die weiblichen Insekten benötigen die Körperflüssigkeit für die Eier. Männliche Mücken hingegen saugen kein Blut und leben „von Luft und Liebe“.

Doc Esser macht den Mückenmitteltest: Drei Probanden verbringen eine Nacht in einem Zelt am See. Gegen die Plagegeister sind sie lediglich mit dem Hausmittel Apfelessig und Zitronenspüli, einem batteriebetriebenen Armband mit Signalton oder einem chemischen Mückenmittel mit dem Wirkstoff Icaridin bewaffnet. Am Morgen dann die Auswertung: Die chemische Keule ist der Sieger im Test. Der Klassiker konnte überzeugen. Icaridin ist laut Doc Esser dem bekannten DEET vorzuziehen, es sei denn es geht um tropische Mücken. Icaridin ist besser hautverträglich und eine wirksame Alternative. Nicht geeignet sind entsprechende Produkte jedoch für Kinder unter zwei Jahren und Schwangere.

Wie steht es aber um Armband und Hausmittel? Der hochfrequente Ton des Armbandes ist nicht nur für die Mücken hörbar und wurde als sehr störend empfunden. Ton im Ohr und Stiche auf der Haut – das Produkt half nicht wie gewünscht. Ebenso durchgefallen ist das Hausmittel, die Mischung aus Essig und Spülmittel zog die Mücken an, aber sie gingen nicht in die Falle. Ungeeignet – so das Testergebnis.

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