Nebel aus der Apotheke

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Der Markt der Vernebler ist umkämpft. Lange Zeit war Pari die führende Firma im Verneblergeschäft; die Geräte aus Starnberg gelten als Synonym für elektrische Vernebler. Heute werden die Inhalatoren von den Apotheken meist nur noch zum Verleih angeboten, denn alle Modelle liegen über dem Erstattungspreis: Der Pari compact etwa kostet 144,94 Euro; AOK-Versicherte müssten also einen Eigenanteil von rund 15 Euro übernehmen, TK- und Barmer-Versicherte zahlen sogar 46 Euro drauf.

Pari hat aber vorgesorgt, um im Erstattungskampf mitzuhalten. Der belAir-Inhalator des Vertriebspartners Inqua kostet in der Apotheke 99 Euro und kann somit ohne Aufzahlung abgegeben werden. Inqua ist nicht apothekenexklusiv, in der Erkältungszeit vertreibt die Firma ihre Geräte auch bei Aldi zum Vorteilspreis von 64 Euro. belAir-Inhalatoren werben mit einer Partikelgröße von unter 5 µm für 61 Prozent und 2,5 µm für 30 Prozent der vernebelten Flüssigkeit. Die Partikelgröße sollte zwischen 2 und 4 µm liegen, um in die tiefen Atemwege zu gelangen.

Wepa hat seit Oktober einen Druckluftvernebler im Sortiment: Der Aponorm Compact Inhalator liefert eine Partikelgröße von 2,61 µm und besitzt eine Inhalationszeit von unter sieben Minuten für 2,5 ml Flüssigkeit. Er bringt ein umfangreiches Zubehör mit – Kinder- und Erwachsenenmaske sowie Mund- und Nasenstück sind im Preis von 99 Euro bereits enthalten. Das Familienunternehmen aus Hillscheid bietet seine Hilfsmittel unter dem Namen Aponorm by Microlife an.

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