Nebel aus der Apotheke

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Berlin - Ob Topf und Handtuch oder elektrischer Vernebler: Die Inhalation von heißem Wasserdampf befeuchtet die Schleimhäute und verflüssigt hartnäckigen Schleim. Auch Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen profitieren von der Inhalationstherapie. Für sie stehen verschiedene Inhalatoren zur Verfügung, die von den Krankenkassen bis zu einem Festbetrag übernommen werden. War Pari lange Zeit die Nummer 1, ziehen jetzt andere Hersteller nach.

Inhalatoren können vom Arzt verordnet werden, Patienten zahlen dann eine Hilfsmittelgebühr. Krankenkassen erstatten elektrische Vernebler zu unterschiedlichen Konditionen: Techniker Krankenkasse und Barmer erstatten 99 Euro netto, die Versicherten erhalten ein Gerät, das sie behalten dürfen. Eine Versorgung von DAK-Versicherten über die Apotheke ist nicht mehr möglich, die Krankenkasse verweist auf ihren zentralen Versorger Philmed.

AOK-Patienten können einen Inhalator zur Miete oder zum Verbleib verordnet bekommen, die Kasse zahlt dann 130 Euro brutto oder übernimmt die Mietgebühr. Steht eine bestimmte Marke auf dem Rezept, muss dies medizinisch begründet sein. Dann muss die Apotheke die Verordnung genehmigen lassen, wenn der Preis 130 Euro überschreitet. Diese Einzelfallentscheidungen sind seltener geworden.

Um eine Kostenübernahme zu erhalten, müssen die Inhalatoren eine Hilfsmittelpositionsnummer vorweisen. Sie muss vom Herstellern beantragt werden. Für Inhalatoren gilt die Hilfsmittelpositionsnummer 14 24 01: Die Produktgruppe 14 beinhaltet Inhalations- und Atemtherapiegeräte. Der Anwendungsort wird mit der Nummer 24 festgelegt. Die Untergruppe 01 gilt für Aerosol-Inhalationsgeräte für tiefe Atemwege.

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