Berlin -

Bei der Inhalationstherapie von Atemwegserkrankungen führt an Pari kein Weg vorbei. Die Geräte des Traditionsherstellers aus Starnberg gelten unter Apothekern als Synonym für Medikamentenvernebler. Jetzt bringt das Unternehmen eigene Arzneimittel auf den Markt.

Klassischerweise wird mit den Pari-Geräten Salzlösung vernebelt; dadurch werden die Schleimhaut befeuchtet und die Sekretbildung angeregt. Außerdem können Aerosole erzeugt werden, die zusätzlich pharmakologisch aktive Wirkstoffe enthalten. Wichtigste Indikationen sind Asthma und chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD); Klassiker sind Sympathomimetika wie Clenbuterol, Salbutamol und Terbutalin, Anticholinergika wie Ipratropiumbromid und Steroide wie Beclometason, Fluticason und Budesonid.

Vernebelt werden außerdem Wirkstoffe wie Epinephrin bei Krupp/Pseudokurppp, Cromoglicinsäure bei Asthma sowie Sekretolytika wie ACC, Ambroxol, Dornase alpha und Emser-Salz bei Bronchitis und Mukoviszidose. Antibiotika wie Colistin, Pentamidin, Tobramycin und Aztreonam kommen bei Pseudomonas-Infektionen zum Einsatz, das Prostazyklin-Analogon Iloprost bei pulmonaler Hypertonie.

Pari wirbt damit, dass bei der Verneblung von pharmakologisch aktiven Wirkstoffen – anders als bei treibgasgetriebenen Dosieraerosolen oder Pulverinhalatoren – auch die Schleimretention verbessert wird. Außerdem könnten Ärzte Wirkstoffe zur Inhalation verordnen, für die es noch keine vorgefertigten Systeme gebe, und die Rezeptur dem individuellen Krankheitsbild anpassen. Laut Unternehmen muss allerdings auf die Mischbarkeit geachtet werden.

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