Hochdosis-Impfstoff: Spezielle Beratung

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Berlin - Diejenigen Apotheken, die in den kommenden Monaten an Modellprojekten zur Grippeimpfung teilnehmen, müssen sich auf eine Neuerung einstellen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt allen Personen über 60 Jahren eine Immunisierung mit einem Hochdosis-Impfstoff. Hierzu soll eine entsprechende Aufklärung in der Apotheke erfolgen. Die Bundesapothekerkammer (BAK) hat ihre Leitlinien angepasst.

Die ersten Chargen Grippeimpfstoff wurden an die Apotheken ausgeliefert. Bald geht es los mit den Impfungen, zum Teil auch in der Apotheke. Im Rahmen von Modellprojekten können Apotheker:innen in einigen Bundesländern Grippeimpfungen anbieten. Aufgrund der geänderten Stiko-Empfehlung wurden nun auch die entsprechenden BAK-Leitlinien angepasst: Apotheker:innen sollen Personen über 60 Jahren einen Hochdosis-Impfstoff empfehlen.

Die seit vergangenen Jahr exsistierende BAK-Leitlinie „Durchführung von Grippeschutzimpfungen in öffentlichen Apotheken“ wurde nun angepasst und um eine Vorlage für die Einverständniserklärung von Patient:innen ab 60 Jahren ergänzt. Die Apotheke soll darüber aufklären, dass ein Hochdosis-Impfstoff empfohlen wird, eine Impfung jedoch auch mit einem anderem Vakzin möglich sei.

Efluelda soll ab Mitte September ausgeliefert werden, teilte Sanofi mit. Der Impfstoff enthält die vierfache Menge Antigen und ist speziell für Menschen über 60 Jahren gedacht. Trotz des deutlich höheren Preises können die Ärzt:innen die Vakzine verimpfen, da sie von der Stiko empfohlen und vom Gemeinsamen Bundesausschauss (G-BA) in die Impf-Richtlinie aufgenommen wurde.

Zwar geht das Bundesgesundheitsministerium (BMG) davon aus, dass ausreichende Mengen des Hochdosis-Impfstoffes vorhanden sein werden, dennoch erhalten Patient:innen über 60 Jahren die freie Wahl: Die Impfstoffauswahl kann nach ausführlicher Beratung in der Apotheke frei oder nach Verfügbarkeit getroffen werden.

In der nationalen Reserve hat das BMG auf die Bestellung von Hochdosis-Impfstoffen verzichtet. Bestellt wurden: Influsplit Tetra (GSK), Influvac Tetra (Mylan), Flucelvax Tetra (Seqirus) und Vaxigrip Tetra (Sanofi-Aventis).

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