Fünf Tipps ...

... für die Beratung zu Augentropfen

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Berlin -

Ophthalmika sind beratungsintensive Medikamente. Patienten finden es oft schwierig und unangenehm, Augentropfen anzuwenden. Weil sie keimfrei zu halten sind, ist am HV-Tisch eine besonders intensive Aufklärung zum richtigen Umgang gefragt. Da helfen einige Kniffe, um den Kunden die Unsicherheit zu nehmen.

Tipp eins: Anwärmen. Bei Ohrentropfen hat sich diese Empfehlung längst etabliert. Aber auch die Augen sind temperaturempfindlich. Das merkt jeder, der zum Beispiel aus der warmen Wohnung hinaus in die Winterluft tritt: Die Augen fangen schnell an zu tränen. Das Gleiche passiert auch, wenn man kalte Augentropfen anwendet. Durch die zusätzliche Tränenflüssigkeit wird das Arzneimittel aber vermehrt ausgeschwemmt. Anwärmen sollte daher Pflicht sein, um so viel Substanz wie möglich an den Wirkort zu bekommen.

Tipp zwei: Zeit einplanen. Oft sind Augentropfen besonders viskos. Das hat seinen guten Grund, denn je dickflüssiger sie sind, desto besser bleiben sie im Auge und können ihren Wirkstoff freisetzen. Das hat aber auch einen unangenehmen Nebeneffekt: Der Patient kann eine Zeit lang nur verschwommen sehen. Wer sich dann gleich ins Auto setzen will, um zur Arbeit zu fahren, bekommt Probleme. Daher ist es sinnvoll, Augentropfen – und erst recht Augensalben – eine halbe Stunde vor dem Weg zur Arbeit oder anderen wichtigen Tätigkeiten anzuwenden.

Tipp drei: Augen zu. Die Tropfen können sich besser verteilen, wenn das Auge geschlossen ist. Als Faustregel sollte beachtet werden, das Auge nach Eintropfen des Medikamentes für etwa eine Minute zu schließen. Das verhindert übermäßige Tränenproduktion. Achtung: „Schließen“ bedeutet dabei nicht „zukneifen“! Wer die Augen zusammenkneift, nimmt den Tropfen den Platz und drückt sie regelrecht aus dem Auge wieder heraus.

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