Krankenhausversorgung

Apothekenverbund kontrolliert Klinikärzte

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Berlin -

Der auf Station präsente Apotheker als Partner von Klinikärzten und Pflegekräften: Die Antares-Gruppe hat in 16 Jahren reichlich Erfahrungen in der Versorgung von Krankenhäusern gesammelt und sich andere Apotheken im norddeutschen Raum als Partner mit ins Boot geholt. Vor Ort wollen die Pharmazeuten die Patientensicherheit verbessern.

In Hamburg begann die damalige Bären-Apotheke 2002 mit der Versorgung von Kliniken, acht Jahre später brachten die Apotheker Enno Scheel, Thomas Hintz und Thomas Boner ihre Apotheken in die Antares-OHG ein. „Seit den Anfangstagen hatten wir gute Wachstumsraten“, sagt Kent Blake, Leiter der Hauptapotheke Jenfeld und der Klinikversorgung. „Mittlerweile betreuen wir von Hamburg aus 80 sehr unterschiedliche, große wie kleine Krankenhäuser mit entsprechend schwankendem Budget. Insgesamt decken wir 8000 Betten ab.“

Für jedes Haus werde eine passgenaue Lösung erarbeitet. „Die Patientensicherheit steht dabei immer im Mittelpunkt“, betont Blake. „Wir haben im Laufe der Jahre einen Werkzeugkasten erarbeitet, aus dem wir uns das heraussuchen, was für die jeweilige Klinik passt.“ Um die entsprechende Kompetenz zu gewährleisten, bildet die Antares-Apotheke ihre Mitarbeiter in drei Jahren zu Fachapothekern für Klinische Pharmazie aus. Zusätzlich werden sie auf bestimmte Indikationen wie Onkologie oder Multiple Sklerose spezialisiert. Elf Pharmazeuten sind allein in Hamburg eigens dafür eingestellt, in der gesamten Antares-Gruppe arbeiten 55 Klinikapotheker. Dazu kommt der Herstellbetrieb Zytoservice.

„Der Apotheker auf Station ist eine sinnvolle Einrichtung zur Unterstützung von Ärzten und Pflegekräften“, sagt Blake. Schon bei der Aufnahme könne der Pharmazeut etwa die bisher genommene Medikation erfassen, so dass der Arzt darauf seine Therapie abstimmen könne. Das sei zum Beispiel in der Geriatrie sehr sinnvoll. Zudem sei der Klinikapotheker ein wichtiges Bindeglied zwischen medizinischen Personal und Patienten. „Nicht immer versteht der Patient, was er einnimmt, wir übersetzen die angesetzte Therapie in leicht verständliche Sprache.“

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