Digitalisierung

Schweriner Regierung soll Telemedizin forcieren dpa/ APOTHEKE ADHOC, 14.03.2019 15:11 Uhr

Berlin - Als Flächenland mit langen Wegen setzt Mecklenburg-Vorpommern auch auf die Telemedizin, um die Versorgung in entlegeneren Regionen sicherzustellen. Doch gibt es dafür auch noch rechtliche Hürden, die in anderen Bundesländern schon beseitigt wurden. Die Landesregierung soll nun auf die Ärzteschaft einwirken, die Telemedizin in ihrer Berufsordnung zu ermöglichen – die aber hält nicht allzu viel von dem Vorstoß.

Die Landesregierung in Schwerin dringt auf eine rasche Anpassung der Berufsordnung für die in Mecklenburg-Vorpommern tätigen Ärzte, um die Möglichkeiten der Telemedizin besser nutzen zu können. „Gerade unser Land als ein Flächenland sollte offen für ein Konzept wie die Fernbehandlung sein. Dabei geht es nicht darum, diese Behandlungsform zum Regelfall zu machen, sondern praktikable Lösungen für Einzelfälle zu schaffen“, erklärte Innenminister Lorenz Caffier, der am Donnerstag im Landtag in Vertretung von Gesundheitsminister Harry Glawe (beide CDU) sprach. Bislang gebe es einige Modellprojekte im Land, unter anderem zum Einsatz des Telenotarztes.

Wie aus dem von den Regierungsfraktionen von SPD und CDU vorgelegten Antrag hervorgeht, haben zwei Drittel der bundesweit 17 Landesärztekammern den Vorschlag des Deutschen Ärztetags vom Mai 2018 aufgegriffen und bereits Lockerungen ihrer Berufsordnungen beschlossen. Damit ebneten sie den Weg für eine breitere Nutzung des Internets in der medizinischen Versorgung.

„Ich habe wirklich wenig Verständnis, weshalb Mecklenburg-Vorpommern, das doch besondere Probleme bei der medizinischen Versorgung hat, den Oberbedenkenträger gibt“, sagte der CDU-Abgeordnete Sebastian Ehlers und richtete damit deutliche Kritik an die Landesärztekammer, die noch weiteren Beratungsbedarf angemeldet hatte. Auch Jörg Heydorn (SPD) mahnte eine rasche Übernahme der Musterverordnung an. Telemedizin könne Brücken zwischen Haus- und Fachärzten schlagen, die bisherige Versorgung in ländlichen Räumen sinnvoll ergänzen und vor allem älteren Patienten lange Wege ersparen.

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