ABDA-Mitgliederversammlung

Schmidt: ABDA will E-Rezept rasch selbst einführen Lothar Klein, 29.06.2018 07:19 Uhr

Berlin - Beim Thema Digitalisierung will die ABDA jetzt aufs Tempo drücken und beim elektronischen Rezept in die Offensive gehen: In den kommenden vier bis sechs Wochen will die ABDA eine eigene Projektskizze zum E-Rezept vorlegen. Damit reagiert die Standesvertretung auf die Kritik an ihrer bisherigen Zurückhaltung. ABDA-Präsident Friedemann Schmidt räumte ein, dass der Kurswechsel auf „starke Impulse“ von Kammern und Verbänden zurückgehe. Außerdem reagiere man damit auf Forderungen der Politik.

In der Mitgliederversammlung habe das Thema Digitalisierung eine zentrale Rolle gespielt, so Schmidt. „Wo sehen wir unsere eigene Rolle?“ Zusätzliche „Brisanz“ habe das Thema durch den kürzlich gefassten Beschluss der Bundesärztekammer zur flächendeckenden Einführung von Fernbehandlungen erfahren. Auch die neue Führung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) um Minister Jens Spahn (CDU) wolle bei der Digitalisierung Tempo machen und in den kommenden 24 Monaten Entscheidungen zum E-Rezept im Rahmen der Gematik und zur Einführung der elektronischen Patientenakte fällen. Dazu plant das BMG in den nächsten zwölf Monaten ein zweites E-Health-Gesetz.

„Wir rechnen damit, dass das Thema zusätzlichen Drive bekommt. Die ABDA strebt die Führerschaft beim E-Rezept an“, sagte Schmidt. Man wolle schon vor der Politik eigene Vorschläge unterbreiten. Die sollen in den nächsten Wochen gemeinsam mit Apothekenrechenzentren und Softwarehäusern als Projektskizze vorbereitet werden. Auch soll eine Abstimmung mit den Ärzten erfolgen.

Nach Darstellung Schmidts soll das E-Rezept sowohl mit der eGK funktionieren als auch über Smartphones und Laptops. Außerdem soll es vergleichbar mit Flugtickets Lösungen in Papierform geben. „Entscheidend ist, dass die Apothekenwahlfreiheit der Patienten erhalten bliebt, die Übertragung der Daten sicher ist und Fälschungen ausgeschlossen sind“, sagte Schmidt. „Wir gehen selbst in die Offensive. Wir arbeiten mit Hochdruck daran. Den Impuls der Mitgliederversammlung haben wir verstanden, dass dieser Prozess nicht an uns vorbeiläuft.“

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