Bayern

Hubmann: Bedingungen für E-Rezept APOTHEKE ADHOC, 12.07.2018 10:39 Uhr

Berlin - Bis zum Ende der Sommerpause will die ABDA eine Projektskizze zum E-Rezept vorlegen. Mit dieser Ankündigung hat auch die Diskussion in den Mitgliedsorganisationen an Fahrt aufgenommen. Seitens der Politik zeichne sich der klare Wille ab, konkrete Modellprojekte zügig an den Start zu bringen, sagte Dr. Hans-Peter Hubmann bei der Mitgliederversammlung des Bayerischen Apothekerverbandes (BAV): „Die Berufsorganisationen werden darauf achten, dass unsere Positionen bei den Rahmenbedingungen eingehalten werden.“

Dazu zählt laut Hubmann die größtmögliche Datensicherheit bei allen digitalen Übertragungswegen eines E-Rezepts. Grundbedingung sei ferner, dass für den Patienten die freie Apothekenwahl bestehe, wo er das Rezept einlöse. „Wir brauchen technisch zudem eine praktikable und einheitliche Lösung für ganz Deutschland, keinen Flickenteppich.“

Hubmann betonte, dass das E-Rezept bei sinnvoller Umsetzung für Apotheken durchaus Vorteile bringe. So dürften nur vollständige und formal richtige Verordnungen über die sogenannte Telematikinfrastruktur (TI) transportiert werden. Dies böte etwa mehr Schutz vor Retaxationen, da insbesondere Formfehler ausgeschlossen seien.

Der BAV-Vorsitzende machte aber auch klar, dass es für eine Übergangszeit immer noch die Alternative der Verordnung auf Papier geben müsse. „Wir werden bei der Umsetzung des E-Rezepts zu den treibenden Kräften gehören“, sagte Hubmann. „Apotheken zählen schon jetzt zu den Gesundheitsdienstleistern mit dem höchsten Digitalisierungsgrad. Das E-Rezept wird die letzte kleine Lücke schließen.“

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