E-Rezept

Spahn plant zweites E-Health-Gesetz Lothar Klein, 21.06.2018 14:26 Uhr

Berlin - Bei der Einführung des elektronischen Rezepts will das Bundesgesundheitsministerium (BMG) aufs Tempo drücken: „Wir können bei Fernverschreibungen keine jahrelangen Abwehrkämpfe mehr führen“, sagte der für die Digitalisierung zuständige Abteilungsleiter, Dr. Gottfried Ludewig (CDU), beim Digitalisierungsforum der Kassenärzte.

Bei der von den Ärzten beschlossenen Fernbehandlung könne man nicht stehen bleiben, sagte der Digitalisierungschef des BMG. Einen Zeitrahmen für die Einführung des E-Rezepts nannte Ludewig nicht. Er kündigte aber ein zweites E-Health-Gesetz innerhalb des nächsten Jahres an.

„Wir wollen den Wandel mitgestalten und nicht, dass er von außen kommt“, so Ludewig, „wir wollen, dass das in Deutschland passiert.“ Noch vor dem E-Health-Gesetz will das BMG neben der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) weitere mobile Zugänge zur Telematik-Infrastruktur (TI) der Gematik schaffen: „Die Patienten müssen das Netz nutzen können.“ Neben der eGK müsse es alternative Möglichkeiten der Identifizierung geben, die den Zugang zu den Patientendaten über Smartphones und Laptop ermöglichen. Ludewig: „Es muss Zugänge ohne Kartenlesegerät und sechsstellige PIN geben.“

Laut Ludewig soll der Anschluss der Ärzte an die TI bis zum Jahresende vorangetrieben werden. In Kürze werde es einen zweiten Anbieter für die dazu erforderlichen Konnektoren geben. Auch die Gespräche zwischen Apothekern und den Kassen über die Finanzierung der Anbindung der Apotheker stünden kurz vor dem Abschluss.

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