Elektronische Gesundheitskarte

Gematik: Grünes Licht für Praxen APOTHEKE ADHOC, 13.11.2017 14:44 Uhr

Berlin - Nach mehrfacher Verzögerung können Arztpraxen und Krankenhäuser jetzt an die Telematikinfrastruktur (TI) der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) angeschlossen werden. Die Betreibergesellschaft Gematik hat dazu erste Hardware-Komponenten zugelassen. Der Branchenprimus Telekom ist nicht darunter – dafür die CompuGroup Medical (CGM). Je Komponente gibt es bislang nur einen Anbieter. Apotheken werden erst später ins neue Netzwerk integriert.

Bis Ende 2018 sollen alle 200.000 Arzt- und Zahnarztpraxen, Psychotherapeuten und Krankenhäuser angeschlossen werden. Die erforderlichen Geräte und Komponenten für den Anschluss wurden jetzt von der Gematik zertifiziert: Konnektoren, E-Health-Kartenterminals, VPN-Zugangsdienst und elektronische Praxisausweise können ab sofort ausgerollt werden. Anschließend sollen die Apotheken folgen. Hier ist aber die Kostenfrage noch nicht geklärt.

Als erster und bisher einziger Konnektor hat die KoCoBox Med+ des zur CGM gehörenden Unternehmens KoCo Connector das Zulassungsverfahren erfolgreich durchlaufen. Auch der VPN-Zugangsdienst von CGM hat die Zulassung erhalten. Der Konnektor verbindet die IT-Systeme von Praxen und anderen medizinischen Einrichtungen mit der TI, ähnlich wie ein Router, jedoch mit einem höheren Funktionsumfang und einem laut Gematik „sehr hohen Sicherheitsniveau“.

Der Konnektor stellt für die Verbindung mit der TI ein sogenanntes virtuelles privates Netzwerk (VPN) her, in dem elektronische Anwendungen unter Einsatz moderner Verschlüsselungstechnik völlig abgeschirmt vom sonstigen Internet genutzt werden können. Damit können dann zunächst nur die Versichertenstammdaten als Online-Anwendung automatisch abgeglichen werden. Weitere Anwendungen wie die Patientenakte oder das elektronische Rezept sollen folg

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