Halbjahresbilanz

Nur noch 19.591: Apothekenzahl sinkt schneller APOTHEKE ADHOC, 11.09.2018 10:44 Uhr

Berlin - Im ersten Halbjahr dieses Jahres ist die Zahl der Apotheken in Deutschland weiter auf 19.591 gesunken. Das sind 157 Betriebsstätten weniger als Ende 2017. Damit hat sich der Schließungstrend beschleunigt. In den ersten sechs Monaten 2017 gaben „nur“ 143 Apotheken auf. Das hat eine Auswertung der ABDA ergeben, die auf den vollständigen Angaben der Landesapothekerkammern beruht. Im gesamten Jahr 2017 war die Apothekenzahl um 275 oder 1,4 Prozent gesunken.

Der Rückgang um 157 Apotheken ergibt sich laut ABDA aus dem Saldo von 202 Schließungen und 45 Neueröffnungen. Die Zahl der 19.591 bestehenden Apotheken setzt sich aus 15.034 Hauptapotheken und 4557 Filialen zusammen. Ende 2017 waren es noch 15.236 Haupt- und Einzelapotheken sowie 4512 Filialen.

Am stärksten war der Rückgang gemessen an der Gesamtzahl der Apotheken in Baden-Württemberg. Dort gaben im ersten Halbjahr netto 31 Apotheken auf – 33 Schließungen, zwei Eröffnungen. Aktuell gibt es im „Ländle“ noch 2475 Apotheken. In Bayern schlossen im selben Zeitraum 34 Apotheken. Dort gab es aber neun Eröffnungen, so dass die Gesamtzahl um 25 auf 3154 Apotheken sank. In absoluten Zahlen am kräftigsten war der Rückgang in Nordrhein-Westfalen in den Kammerbezirken Westfalen-Lippe und Nordrhein. Dort gaben zusammen 35 Apotheken auf – 42 Schließungen und 7 Eröffnungen.

Nur Bremen weist in den ersten sechs Monaten eine positive Apothekenbilanz auf: Hier gab es mit 146 Betriebsstätten eine Apotheke mehr. Und in Mecklenburg-Vorpommern stagniert die Apothekenzahl bei 404 Betriebsstätten. Damit bewegt sich der Rückgang der Apothekenzahlen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. In den Jahren zuvor lang die Zahl der Apothekenschließungen etwas niedriger.

APOTHEKE ADHOC Debatte