Schmidt: Es tut weh

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Berlin - Die Zahl der Apotheken ist in der ersten Jahreshälfte auf 19.880 gesunken. Laut der offiziellen Statistik der ABDA ist damit der niedrigste Stand seit 1988 erreicht. Seit Jahresende 2016 hat sich die Apothekenzahl von 20.023 um 143 reduziert.

Bei den Schließungen setzt sich der Trend fort, dass es immer weniger Inhaber gibt. Deren Zahl sank in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 209. Die Gesamtzahl der Apotheken wird demnach weiterhin mit der Filialisierung stabilisiert. Laut Statistik gibt es 66 Filialbetriebe mehr als noch zum Jahresanfang.

ABDA-Präsident Friedemann Schmidt kommentiert die Zahlen so: „Immer mehr Apothekeninhaber geben auf. Es tut weh, wenn selbstständige Apotheker entweder wirtschaftlich dazu gezwungen sind oder einfach keine pharmazeutische Perspektive mehr sehen.“

Der Verlust an selbstständigen Apothekern schmerze deshalb besonders, weil Freiberuflichkeit und Gemeinwohlpflicht untrennbar miteinander verbunden seien. „Jeder Inhaber trägt die volle Verantwortung und gibt der Apotheke ein Gesicht“, so Schmidt. Wo früher noch mehr als 20.000 Inhaber gewirkt hätten, seien heute weniger als 15.400 Selbstständige übrig.
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