Saarland

So wenige Apotheken wie vor 40 Jahren APOTHEKE ADHOC, 26.03.2018 11:12 Uhr

Berlin - Nach einer kurzen Phase der Stabilität geben im Saarland wieder mehr Apotheken auf und schließen ihre Türen: Nach Angaben der Apothekerkammer gibt es aktuell nur noch 299 Apotheken – so wenige wie vor 40 Jahren. „Letztmalig gab es im Saarland im Jahr 1978 weniger als 300 Apotheken“, bilanziert Kammerpräsident Manfred Saar.

Vor 20 Jahren setzte der Sinkflug ein: Seit 1997 ist im Saarland Jahr für Jahr einen Rückgang zu verzeichnen – von 368 auf aktuell nur noch 299 Apotheken. Damit hat das Saarland innerhalb von 20 Jahren 20 Prozent aller Apotheken verloren.

Und der Rückgang beschleunigt sich jetzt wieder: Laut Kammer verzeichneten die saarländischen Apotheken in den Jahren 2013 bis 2015 eine Atempause. „Seit 2016 und insbesondere in 2018 sind erneut vermehrt Apothekenschließungen zu vermelden“, so die Kammer. Dazu Saar: „Es ist davon auszugehen, dass 2018 noch zahlreiche weitere Apotheken schließen werden. Erwartungsgemäß verzeichnen wir die meisten Schließungen erst zum Jahresende.“

Die Atempause in den Jahren 2013 bis 2015 bei den Apothekenschließungen führt die Kammer auf das Honorar zurück. Im Januar 2013 sei seit 2004 das Apothekenhonorar „geringfügig von 8,10 Euro auf 8,35 Euro pro Packung“ angehoben worden. „Dies ist aber, wie die wieder zunehmenden Apothekenschließungen leider eindrucksvoll belegen, bei Weitem nicht ausreichend gewesen“, so Saar: „Diese geringfügige Honorarerhöhung hat uns nur eine kleine Atempause verschafft.“

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