PGEU-Bericht

Impfung in der Apotheke: Von diesen Ländern lernen! Tobias Lau, 04.05.2018 12:15 Uhr

Berlin - Gesundheit ist eines der wenigen Politikfelder, auf das die EU bisher kaum Einfluss hat. Entsprechend ist Europa ein gesundheitspolitischer Flickenteppich: In jedem Land sind Regeln und Strukturen anders, da bilden die Apotheken keine Ausnahme. Der EU-Apothekerverband PGEU setzt sich deshalb für mehr Kooperation ein und hat in einem Weißbuch die aus seiner Sicht besten Modelle zur Rolle der Apotheken bei der Prävention und Behandlung übertragbarer Krankheiten zusammengestellt. Die Botschaft: Von diesen Ländern kann Europa lernen.

„Übertragbare Krankheiten überqueren Grenzen – sowohl von innerhalb der EU als auch aus dem Rest der Welt“, stellt das Best Practice Paper gleich zu Beginn klar. Deshalb muss die Gesundheitspolitik in Europa den Spagat schaffen, bei ihren Maßnahmen der Grenzenlosigkeit etwa von Infektionskrankheiten gerecht zu werden, ohne dabei das Subsidiaritätsprinzip zu missachten. Das gehört nämlich zu den Grundprinzipien der EU: Die Union darf nur dann in bestimmte politische Angelegenheiten eingreifen, wenn sie nicht auf regionaler Ebene gelöst werden können.

„Wir müssen unsere Bürger besser schützen und werden dazu einen gemeinsamen Aktionsplan für nationale Impfpolitiken vorstellen“, hatte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (CSV/PCS) vergangenes Jahr in seiner Rede zur Lage der EU angekündigt. „Dieser wird die Mitgliedstaaten dabei unterstützen, Impfprogramme umzusetzen, den Widerstand gegen Impfungen zu verringern und die Versorgung mit Impfstoffen zu verbessern.“

Und hier kommt die PGEU ins Spiel: In einem jüngst veröffentlichten Report vergleicht der EU-Dachverband die nationalen Ansätze und formuliert Empfehlungen an die europäischen Regierungen und die Institutionen der EU. Die Botschaft, die mitschwingt: Von diesen Ländern kann der Rest Europas lernen.

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