Was Apotheker leisten – und noch leisten könnten

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Berlin - Die Herausforderungen für die Gesundheitssysteme nehmen zu. Der europäische Apothekerverband PGEU verrät in einem neuen Positionspapier, wie die Branche bei der Zukunftssicherung helfen kann.

Die PGEU hat zusammengetragen, welche Leistungen in den öffentlichen Apotheken in der EU verfügbar sind. In allen 24 Ländern gibt es einen Nachtdienst, in 23 werden Altmedikamente entsorgt, in 21 Staaten gibt es die „Pille danach“, in 20 wird der Blutdruck regelmäßig kontrolliert. In 19 Ländern werden die Rauchentwöhnung unterstützt und das Gewicht kontrolliert. In 18 EU-Mitgliedsstaaten gibt es eine Diabetes-, in 17 Ländern ein Cholesterinkontrolle. Dagegen ist in nur neun Ländern eine Impfung in der Apotheke möglich.

Die Nachhaltigkeit der Gesundheitssysteme stehe ganz oben auf der Prioritätenliste der nationalen Regierungen und der gesamten EU, schreibt der Verband, der Vor-Ort-Apotheken in 31 europäischen Ländern repräsentiert. Die großen Herausforderungen seien die Überalterung der Gesellschaft, die Zunahme von chronischen Erkrankungen und die immensen Kosten für neue Kurzzeit-Behandlungsformen. So werde es immer schwerer, die Qualität und Effizienz der medizinischen Versorgung und ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern. Hier könnten die Apotheken einen wichtigen Beitrag leisten.

In seinem „Meinungspapier“ hat der Verband zusammengefasst, wie er sich eine möglichst nachhaltige Gesundheitsversorgung vorstellt. So plädiert PGEU für die Ausweitung der Serviceangebote von Apotheken in der medizinischen Grundversorgung. Dazu zählt der Verband die Betreuung eines Medikamentenplans, Impfungen, Screenings, Raucherentwöhnungen, die Behandlung von leichten Beschwerden, die Förderung der Gesundheitsprävention und einem besseren Management von lang andauernden Erkrankungen. Solche kosteneffektiven Leistungen hätten ihre positive Wirkung auf die Therapietreue und die Verbesserung des Patientenbefindens bereits unter Beweis gestellt.

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