Pharmakovigilanz

EU-Apothekerverband: Indikation auf Rezept APOTHEKE ADHOC, 26.09.2017 12:30 Uhr

Berlin - Apotheker sind oft die letzten Gesundheitsexperten, die Patienten sehen, bevor sie ein Medikament einnehmen. Sie spielen daher eine besondere Rolle bei der Pharmakovigilanz und der Minimierung von Arzneimittelrisiken. Der europäische Apothekerverband PGEU fordert in einem jetzt veröffentlichten Bericht, dass die Rolle der Vor-Ort-Apotheke bei der Arzneimittelsicherheit gestärkt wird. Auch die Indikation sollen die Pharmazeuten künftig kennen.

Der Bericht des PGEU analysiert die Rolle europäischer Apotheker bei Pharmakovigilanz und Risikominimierung und zeigt erfolgreiche Vorgehensweisen. Basierend darauf stellt der Verband Forderungen an Politiker und andere Entscheidungsträger. Es habe sich gezeigt, dass diese Patientenservices den sicheren, effektiven und rationalen Einsatz von Medikamenten erhöhten und Risiken bei der Einnahme minimierten, so der Verband. Darum sollten sie ausgebaut und unterstützt werden.

Beim Thema elektronische Patientenakte haben die Apothekenvertreter eine klare Position: Wann immer es möglich ist, sollten Apotheker Zugriff auf eine geteilte Patientenakte haben. So könnten Medikationsfehler, Neben- und Wechselwirkungen vermieden werden.

Auf dem Rezept solle für den Pharmazeuten die Indikation erkennbar sein, damit die effektivste Therapie gegeben werden könne. Auch die Berichterstattung über unerwünschte Nebenwirkungen würde dadurch erleichtert, erläutert der PGEU. In Deutschland ist die Nennung der Indikation bisher nicht verpflichtend – wohl auch, weil die Kenntnis nicht ohne haftungsrechtliche Risiken ist, Stichwort Patentschutz oder Erstattungsfähigkeit

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