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BVDAK: Neue Berufsgruppen für Apotheken APOTHEKE ADHOC, 04.10.2018 08:35 Uhr

Berlin - Der Bundesverband der Apothekenkooperationen (BVDAK) fordert die Möglichkeit, Kranken- und Altenpfleger, chemisch-technische und biologisch-technische Assistenten in Apotheken zu beschäftigen. Für PTA wiederum gelte: Man müsse deren Kompetenzen erweitern, damit sie mehr Aufgaben der Apotheker übernehmen können.

Der BVDAK zielt damit insbesondere auf die Labore: Es gebe dort die Möglichkeit, dass die PTA zur Entlastung beitragen, indem sie „in der Rezeptur oder anderen Bereichen“ Aufgaben des Apothekers übernehmen. Im ärztlichen Bereich habe sich diese Kompetenzerweiterung bereits bewährt. „Die Attraktivität des Berufs würde damit unbedingt gesteigert und dem Mangel an approbiertem Personal entgegengewirkt“, schreibt der Verband.

Auch sei es „nicht ersichtlich, warum Alten- und Krankenpfleger, die in entsprechenden Einrichtungen Arzneimittel stellen dürfen, oder Krankenschwestern, die möglicherweise Impfungen durchführen, diese Tätigkeit nicht in einer Apotheke ausüben dürfen sollen“. Dasselbe gelte für chemisch-technische und biologisch-technische Assistenten: Es sei kein Grund ersichtlich, warum diese nicht nicht bei der Herstellung parenteraler Zubereitungen eingesetzt werden dürfen, „obgleich sie derartige Zubereitungen in Herstellerbetrieben anfertigen dürfen“.

Nicht jede Apotheke könne alle Rezepturen in der notwendigen Qualität anbieten, das gelte insbesondere für Spezialrezepturen. Deshalb sei es darüber hinaus auch eine Ausweitung der Regelungen des § 11 ApoG sowie § 11a ApoBetrO denkbar, „so dass Apotheken, die nicht umfassend über die Erfahrung verfügen, derartige patientenindividuell hergestellte Rezepturen von Kollegen beziehen dürfen“. Damit bleibe es im Außenverhältnis bei der flächendeckenden Versorgung, so dass jede Apotheke jedes Arzneimittel einschließlich komplexer Rezepturen liefern kann.

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