Der Spahn-Sinn hat ein Ende

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Die neue Folge von NMSZW.
Berlin -

„Geschäftsführend“ ist er noch im Amt, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), doch das Ende ist in Sicht. Zeit für ein kleines Resümee: ADHOC-Herausgeber Thomas Bellartz und Chefredakteur Alexander Müller sprechen in ihrem Podcast NUR MAL SO ZUM WISSEN über Spahns Vita, seine Villa, seine Talente und seine Fehltritte. Fazit: Auch in der Corona-Pandemie ging es dem Minister vor allem um eins: Jens Spahn.

Spahn hat eine beispiellose Karriere in seiner Partei hingelegt, war an vielen Stationen der Jüngste, auch als Minister in Merkels letztem Kabinett. Doch zuletzt schien der Aufstieg des Münsterländers etwas zu stocken. Als Parteivorsitzender, als Kanzlerkandidat gar, wollte ihn die CDU nicht haben und nach der verlorenen Bundestagswahl ist noch offen, welche Rolle Spahn überhaupt spielen wird.

Im Dunklen liegt auch, welche Rolle Spahn bei so manchem Deal gespielt hat, der im Schatten der Corona-Pandemie abgewickelt wurde. Bellartz findet es jedenfalls bemerkenswert, wie oft dabei Parteifreunde des Ministers zum Zug kamen. Und er hofft, dass diese Geschäfte nach Spahns Amtszeit noch aufgedeckt werden. „Da muss genauer hingeschaut werden“, findet Bellartz.

Im Podcast geht es auch um jenes ominöse Spendendinner, bei dem die Teilnehmer 9999 Euro spenden sollen – und damit einen Euro unterhalb der Pflichtgrenze zur Bekanntmachung der Spende. Müller ist überzeugt, dass es solche Tricksereien sind, die Spahn am Ende als zu wenig integer für höchste politische Weihen erscheinen lassen. Denn es gebe ja auch noch die umstrittenen Beteiligungen an Unternehmen, das Vorgehen gegen Journalist:innen wegen der Berichterstattung über seine Immobiliengeschäfte und den Google-Deal. All das schafft kein Vertrauen, sind sich Bellartz und Müller einig.

Und wie hat sich der Minister in der Bewältigung der Pandemie geschlagen? Politisches Versagen auf ganzer Linie, findet Bellartz. Müller wendet zumindest ein, dass man Spahn nicht für alle Fehler persönlich verantwortlich machen könnte. „Aber er steht erstaunlich oft in der Nähe, wenn etwas schlecht läuft.“ Den Podcast gibt es überall, wo es Podcasts gibt und als Video bei Youtube.

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