Arbeitgeberverband

BDA: Dispensierrecht statt Rx-Versandverbot APOTHEKE ADHOC, 09.05.2017 13:39 Uhr

Berlin - Die deutschen Arbeitgeber lehnen nicht nur ein Verbot des Versandhandels ab, sondern fordern eine radikale Liberalisierung des Apothekenmarktes. Danach soll die Preisbindung für Arzneimittel ebenso fallen wie das Fremd- und Mehrbesitzverbot. Zur Sicherung der Arzneimittelversorgung auf dem Land könnten Ärzte Medikamente abgeben, schlägt der Bundesverband der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) vor.

Der BDA hatte seine Stellungnahme zum Arzneimittelmarkt bereits im März zum Entwurf von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zum Rx-Versandverbot gefertigt. Jetzt holte der BDA seine Positionierung aus der Schublade und hat sie mit Bezug auf die Anhörung im Gesundheitsausschuss in der kommenden Woche an dessen Mitglieder geschickt. Die BDA ist aber nicht zur Anhörung geladen. Dort stehen zwei Anträge zur Diskussion. Die Fraktion Die Linke hatte noch vor Gröhe einen eigenen Antrag für ein Rx-Versandverbot in den Bundestag eingebracht. Und die Grünen fordern eine grundlegende Reform des Apothekenhonorars.

Der Versandhandel von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln sollte weiter zulässig bleiben, fordern die Arbeitgeber. Der Wettbewerb beim Arzneimittelvertrieb dürfe nicht noch weiter eingeschränkt werden, sondern sollte im Interesse der Versicherten und Beitragszahler intensiviert werden. Mit einem Verbot würden vor allem stark auf Arzneimittel angewiesene Patienten unmittelbar belastet, weil sie dann nicht mehr die Chance hätten, die von ihnen benötigten Arzneimittel so günstig wie bislang möglich zu beschaffen.

Zudem leiste der Versandhandel mit Arzneimitteln einen wichtigen und in Zeiten der Digitalisierung zunehmenden Beitrag zur flächendeckenden Arzneimittelversorgung der Bevölkerung. Zwar hält der BDA das Anliegen gleicher Wettbewerbsbedingungen für alle Apotheken für berechtigt, insbesondere dürfe es keine Inländerdiskriminierung der in Deutschland tätigen Apotheken geben. Dieses Ziel sollte jedoch „durch eine Aufgabe einheitlicher Apothekenabgabepreise erreicht werden“. Dadurch könnten Entlastungen der Patienten und auch der Beitragszahler insgesamt erreicht werden.

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