Baden-Württemberg

Apothekenanzahl sinkt „dramatisch“

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Berlin -

Die Zahl der Apotheken geht auch in Baden-Württemberg stetig zurück. Bei der zuständigen Kammer heißt es, die Versorgung sei noch gewährleistet – auch weil immer mehr Apotheken Botendienste anbieten. Entwarnung geben die Apotheker aber trotzdem nicht.

Obwohl immer mehr Apotheken in Baden-Württemberg verschwinden, ist die Versorgung laut Apothekerkammer und -verband noch gewährleistet. „Wir haben noch ausreichend Apotheken in Baden-Württemberg, auch wenn die Zahl dramatisch zurückgeht“, sagte der Präsident der Landesapothekerkammer, Dr. Günther Hanke, der Deutschen Presse-Agentur. „Die Struktur ist da durch die Apothekendichte, die wir noch haben“, pflichtet ihm ein Sprecher des Landesapothekerverbands bei.

Ende 2018 gab es in Baden-Württemberg noch rund 2450 Apotheken – 56 weniger als ein Jahr zuvor und 350 weniger als noch vor gut einem Jahrzehnt. Bundesweit war der Rückgang so stark wie noch nie. Ein Grund: Wo der Arzt fehlt, überlebt auch keine Apotheke. „Die Strukturen verändern sich überall, egal ob in der Innenstadt oder in Randlagen“, sagt Hanke.

Darüber sinke die Rendite der Apotheker dramatisch, so Hanke. Die Preise ihrer Haupteinnahmequelle haben sich seit Jahren nicht verändert. „Der Festbetrag für rezeptpflichtige Medikamente, mit denen Apotheken 80 Prozent ihrer Umsätze machen, liegt seit Jahren bei 8,35 Euro“, klagt der Präsident der Apothekerkammer. Gleichzeitig drückt die Konkurrenz der Versandhandelsapotheken. Ein Verbot des Versandhandels von rezeptpflichtigen Medikamenten hatte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im vergangenen Jahr abgebügelt.

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