Aliud und Hexal räumen bei TK ab

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Berlin - Die Techniker Krankenkasse (TK) hat die Zuschläge für die nächste Tranche ihrer Rabattverträge erteilt. Diese gelten ab März 2019 für eine Dauer von 20, 24 beziehungsweise 28 Monaten. Für einige Wirkstoffe konnten keine Lose vergeben werden.

Im November tritt die nächste Tranche an Rabattverträgen für die mehr als 10 Millionen TK-Versicherten in Kraft. Derweil hat die Kasse die nächsten 278 Aufträge für März 2019 bekanntgegeben. Dazu hatte sie 134 Fachlose gebildet, die wiederum in sogenannte Vergleichsgruppen unterteilt wurden. Im Schnitt wurden also ungefähr zwei Aufträge pro Wirkstoff vergeben, de facto handelte es sich meist um einen, aber bei Dutzenden Wirkstoffen um mehrere Zuschläge. Jeweils drei Aufträge erteilte die TK für Metoprololtartrat retardiert und unretardiert – sie gingen an Hexal/ 1A, Aliud und Betapharm (retardiert) sowie an Ratiopharm, Hexal/ 1A und die Bietergemeinschaft Mylan/ Meda (unretardiert)

Das Umsatzvolumen der ausgeschriebenen Aufträge beläuft sich laut TK auf etwa 200 Millionen Euro pro Jahr. Bei der im Frühjahr veröffentlichten Ausschreibung handele es sich im Wesentlichen um die Wiederausschreibung von Generika 2016-02. Allerdings wurden 13 neue Fachlose vergeben – darunter die seit 1. Januar generische Fixkombination Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil. Die Kombi ist aus Atripla (Gilead) bekannt und wird zur antiretroviralen Therapie von HIV-1-Infektionen eingesetzt. Den Zuschlag erhielt die Bietergemeinschaft Mylan/ Meda. Erstmals ausgeschrieben ist auch Tadalafil: Hier wurden Aufträge an Aliud, Hexal/ 1A und die Bietergemeinschaft Mylan/ Meda vergeben.

39 Fachlose – beziehungsweise 33 Wirkstoffe – wurden exklusiv vergeben. Dazu zählen unter anderem Acetylcystein (ging an Hexal/1A) sowie Budesonid flüssig und nasal (Ratiopharm und Aristo). Für Clarithromycin flüssig und Aciclovir als Augensalbe funktionierte das nicht. Hier waren laut TK keine Angebote oder Teilnahmeanträge eingegangen oder es wurden alle abgelehnt. Auch für verschiedene Wirkstoffe, die nicht exklusiv vergeben werden sollten, konnten keine Lose vergeben werden: Das war der Fall bei Hydrocortison (Tabletten und Creme), Granisetron (Injektionslösung), Triamcinolonacetonid (Salbe), Acetazolamid, Alfacalcidol, Cefuroximaxetil (flüssig), Clarithromycin (flüssig) und Diclofenac Augentropfen.

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