Atripla: Generika zum 1. Januar

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Berlin -

Im September hatte Gilead die Exklusivität für Truvada (Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil (TDF)) verloren, zahlreiche Generika kamen auf den Markt. Zum neuen Jahr sind Konkurrenzprodukte von Atripla (Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil) verfügbar.

Gilead hat Atripla seit Januar 2008 zur Behandlung der HIV-1-Infektion bei Erwachsenen ab 18 Jahren im Sortiment. Zugelassen ist das Arzneimittel für Patienten, die unter laufender antiretroviralen Kombinationstherapie seit mehr als drei Monaten virussupprimiert sind und weniger als 50 HIV-1-RNA Kopien/ml aufweisen. Voraussetzung ist der Ausschluss von Mutationen, die Grundlage von Resistenzen gegen einen der drei Wirkstoffe sein können.

Neu verfügbar sind die Generika Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil von Aliud, Ratiopharm und Zentiva sowie Padviram von Hexal zu je 30 beziehungsweise 3x30 Stück. Zentiva meldet eine Gesamtrabattvertragsabdeckung von etwa 41 Prozent. Verträge wurden für Versicherte der AOKen Bremen, Nordwest, Nordost und Rheinland/Hamburg sowie der Techniker Krankenkasse und der DAK geschlossen. In der Schweiz wurden bereits im vergangenen Jahr Generika zugelassen. Die Wirkstoffkombination wird einmal täglich unzerkaut und mit Wasser eingenommen.

Efavirenz zählt zu den Nicht-Nukleosidischen-Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI) und ist ein nicht-kompetitiver Hemmer der reversen Transkriptase. Anders als beim „Schlüssel-Schloss-Prinzip“ der Nukleosidischen-Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI) verändern die NNRTI die Bindungsstelle so, dass die katalytische Funktion der reversen Transkriptase unterbunden wird und sich das Virus nicht vermehren kann. Das Überschreiben der viralen RNA in DNA bleibt aus.

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