Krebsforschung

HPV: Auslöser für weißen Hautkrebs Nadine Tröbitscher, 05.12.2017 12:03 Uhr

Berlin - Viren sind als Auslöser zahlreicher Infektionskrankheiten bekannt. Von der Erkältung über Herpes, Masern oder HIV können humanpathogene Viren Ursache sein. Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben nun einen Zusammenhang zwischen der Entstehung von weißem Hautkrebs und kutanen Humanen Papillomviren (HPV) identifiziert – auch wenn das Virus in den Tumoren nicht nachgewiesen werden konnte.

UV-Strahlen sind als Auslöser für die Entstehung von weißem Hautkrebs bekannt, denn die Tumore entstehen bevorzugt auf sonnenexponierten Körperstellen. Die Kombination aus UV-Strahlung und kutanen HPV ist eine krebsfördernde Mischung und für organtransplantierte Patienten besonders gefährlich. Der Grund: Die Betroffenen erhalten immunsuppressive Medikamente, die die Abstoßung des Transplantats verhindern sollen und das körpereigene Immunsystem unterdrücken.

Die Infektion mit kutanen HPV findet bereits im Kindesalter statt und setzt sich über das ganze Leben fort. Die Viren können Auslöser unterschiedlicher Warzen sein. Ist das Immunsystem intakt, kann der Körper die Viren abwehren, diese Fähigkeit nimmt jedoch im Alter ab und ist bei immunsupprimierten Patienten außer Kraft.

Das Forscherteam um Professor Dr. Frank Rösl nutzte für seinen Nachweis eine bestimmte Mäusegattung, die sich – wie der Mensch – bereits im Kindesalter mit HPV infiziert. Die Tiere wurden in zwei Gruppen randomisiert: virusinfizierte Tiere und Mäuse, die frei von Viren aufgezogen wurden. Die Tiere wurden UV-Strahlung ausgesetzt. In der Menge entsprach die Strahlung einem Urlaub in mediterranen Breiten. In der Folge entwickelten die virusinfizierten Tiere Plattenepithelkarzinome, die Kontrolltiere hingegen wiesen keinen weißen Hautkrebs a

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