PrEP: Werden Neuinfektionen sinken?

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Berlin - Neue Daten haben es gerade erst wieder belegt: Deutschland gelingt es bisher nicht, die Zahl der HIV-Neuinfektionen pro Jahr zu senken. Mit Spannung beobachten Experten, ob die PrEP etwas bewirken kann.

Die tägliche Dosis gegen HIV kommt in kleinen Plastikbeutelchen von der Rolle. Das Medikament zur Vorbeugung, das sich Interessierte lange Zeit bei fragwürdigen Quellen im Ausland bestellten, ist seit Oktober in Deutschland erschwinglicher. Der Preis sank durch eine Initiative von Apotheker Erik Tenberken von mehreren Hundert auf 50 Euro monatlich – bezahlen müssen die User die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) aus eigener Tasche.

Inzwischen seien bereits 1349 Rezepte eingelöst worden, so Professor Dr. Hendrik Streeck, der eine Begleitstudie leitet und Direktor des Institut für HIV-Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen ist. In Berlin sind aktuell acht Apotheken Teil des Pilotprojekts, bislang wurden 679 Rezepte beliefert. In Köln waren es 168, in Hamburg 77 und in München 144 Rezepte. Tenberkens Taktik in den großen Städten zu beginnen, ist aufgegangen. In der Zwischenzeit sind weitere Apotheken aus Städten wie Dresden, Kassel, Jena, Tübingen, Chemnitz, Hagen, Münster, Kiel, Koblenz und Essen ebenfalls Teil des Projektes.

Streeck arbeitet für die Studie PRIDE eng mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) zusammen. Die Studie soll Daten und Fakten schaffen, die das Pilotprojekt von Tenberken untermauern sollen und den Weg zur Erstattungsfähigkeit ebnen. Streeck ist sich sicher: „Die Fakten sprechen für sich.“

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