Rabattverträge

Aliud und Hexal räumen bei TK ab APOTHEKE ADHOC, 08.10.2018 13:31 Uhr

Berlin - Die Techniker Krankenkasse (TK) hat die Zuschläge für die nächste Tranche ihrer Rabattverträge erteilt. Diese gelten ab März 2019 für eine Dauer von 20, 24 beziehungsweise 28 Monaten. Für einige Wirkstoffe konnten keine Lose vergeben werden.

Im November tritt die nächste Tranche an Rabattverträgen für die mehr als 10 Millionen TK-Versicherten in Kraft. Derweil hat die Kasse die nächsten 278 Aufträge für März 2019 bekanntgegeben. Dazu hatte sie 134 Fachlose gebildet, die wiederum in sogenannte Vergleichsgruppen unterteilt wurden. Im Schnitt wurden also ungefähr zwei Aufträge pro Wirkstoff vergeben, de facto handelte es sich meist um einen, aber bei Dutzenden Wirkstoffen um mehrere Zuschläge. Jeweils drei Aufträge erteilte die TK für Metoprololtartrat retardiert und unretardiert – sie gingen an Hexal/ 1A, Aliud und Betapharm (retardiert) sowie an Ratiopharm, Hexal/ 1A und die Bietergemeinschaft Mylan/ Meda (unretardiert)

Das Umsatzvolumen der ausgeschriebenen Aufträge beläuft sich laut TK auf etwa 200 Millionen Euro pro Jahr. Bei der im Frühjahr veröffentlichten Ausschreibung handele es sich im Wesentlichen um die Wiederausschreibung von Generika 2016-02. Allerdings wurden 13 neue Fachlose vergeben – darunter die seit 1. Januar generische Fixkombination Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil. Die Kombi ist aus Atripla (Gilead) bekannt und wird zur antiretroviralen Therapie von HIV-1-Infektionen eingesetzt. Den Zuschlag erhielt die Bietergemeinschaft Mylan/ Meda. Erstmals ausgeschrieben ist auch Tadalafil: Hier wurden Aufträge an Aliud, Hexal/ 1A und die Bietergemeinschaft Mylan/ Meda vergeben.

39 Fachlose – beziehungsweise 33 Wirkstoffe – wurden exklusiv vergeben. Dazu zählen unter anderem Acetylcystein (ging an Hexal/1A) sowie Budesonid flüssig und nasal (Ratiopharm und Aristo). Für Clarithromycin flüssig und Aciclovir als Augensalbe funktionierte das nicht. Hier waren laut TK keine Angebote oder Teilnahmeanträge eingegangen oder es wurden alle abgelehnt. Auch für verschiedene Wirkstoffe, die nicht exklusiv vergeben werden sollten, konnten keine Lose vergeben werden: Das war der Fall bei Hydrocortison (Tabletten und Creme), Granisetron (Injektionslösung), Triamcinolonacetonid (Salbe), Acetazolamid, Alfacalcidol, Cefuroximaxetil (flüssig), Clarithromycin (flüssig) und Diclofenac Augentropfen.

Unter den Herstellern haben Aliud und Hexal/ 1A mit 39 beziehungsweise 38 Aufträgen das Rennen gemacht. So erhielt Aliud den Zuschlag für Torasemid, Aciclovir Creme, Allopurinol, Ceflacor (fest und flüssig), Itraconazol, Alendronsäure und Ciprofloxacin. An Hexal/ 1A wiederum ging unter anderem der Zuschlag für Bisoprolol, Fluoxetin, Clindamycin und Tadalafil.

Ertragreich war die Ausschreibung auch für Aristo und Teva/Ratiopharm, die 23 und 21 Zuschläge erhielten. So sicherte sich Aristo Tickets für Budenosid nasal, Ramipril und Amlodipin, Cefaclor (fest und flüssig) sowie Citalopram. Teva/ Ratiopharm erhielt die Zuschläge für Mirtazapin und Phenoxymethylpenicillin. Auch für die Bietergemeinschaft Mylan/ Meda lief der Vergabe mit 20 Zuschlägen erfolgreich. Sie erhielt Azathioprin, die Kombination Bisoprolol und Hydrochlorothiazid sowie Doxazosin (retardiert).

Aliud, Hexal/ 1A und Mylan/ Meda sind es auch, die sich die drei Aufträge für Omeprazol teilen. Bei Ramipril sind es Hexal/ 1A sowie die Bietergemeinschaften Puren/ Aurobindo und Zentiva/ Sanofi. Simvastatin ging an Aristo, Teva/ Ratiopharm und Basics. Auch für Bisoprolol waren drei Aufträge vergeben worden, sie gingen an Dexcel, Zentiva/ Sanofi und Hexal/ 1A. Einen Zuschlag erhielt TAD für Candesartan, die beiden anderen gingen an Hexal/ 1A und Zentiva/ Sanofi. Die drei Zuschläge für Metoprololsuccinat wiederum gingen allesamt an Bietergemeinschaft, nämlich Heumann/ Heunet, Hexal/ 1A und Mylan/ Meda.

Teva/ Ratiopharm und Aliud konnten sich beide je einen Auftrag für Diclofenac retardiert und unretardiert sichern. Außerdem erhielt die Bietergemeinschaft Heumann/ Heunet einen Zuschlag für Diclofenac unretardiert sowie für Oxycodon retardiert und unretardiert, für das jeweils drei Aufträge vergeben wurden. Neben Heumann/ Heunet konnten dort Puren/ Aurobindo und Glenmark (beide retardiert) sowie Teva/ Ratiopharm und Zentiva/ Sanofi auftrumpfen.