Berlin -

Gerade erst in den Apotheken angekommen, hat es das COPD-Medikament Braltus (Tiotropiumbromid) aus dem Stand zum Schnelldreher geschafft. Denn um dem Original Spiriva sofort Konkurrenz machen zu können, hat Teva im Vorfeld zahlreiche Open-house-Verträge geschlossen. Einige Patienten müssen sogar sofort umgestellt werden, weil der Newcomer schon Exklusivpartner ihrer Kasse ist. In vielen Apotheken gibt es noch Fragen zur Austauschbarkeit.

Spiriva ist das am häufigsten gegen chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) verschriebene Medikament. Laut Arzneiverordnungsreport wurde das Präparat 2014 rund 2,1 Millionen Mal auf Kassenrezept verordnet (Rang 42) und verursachte Nettokosten von 274 Millionen Euro (Rang 6).

2002 zugelassen, ist der Wirkstoff patentfrei. Allerdings verhinderte die Applikationsart bislang generische Konkurrenz: Spiriva kommt als Kapsel, deren Inhalt mittels Pulverinhalator (Handihaler) eingeatmet wird. Alternativ gibt es eine Variante, bei der der Wirkstoff gelöst ist und fein vernebelt wird (Respimat).

Teva hat für Braltus mit Zonda einen eigenen Inhalator entwickelt. Wegen der unterschiedlichen Technologie sind in den Kapseln unterschiedliche Mengen Wirkstoff enthalten. Dies hat in Arztpraxen und Apotheken bereits für Verwirrung gesorgt, zumal auf den Verpackungen beider Produkte unterschiedliche Angaben stehen.

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