COPD-Medikamente

Srivasso = Spiriva ≠ Braltus APOTHEKE ADHOC, 07.07.2017 14:41 Uhr

Berlin - Seit etwa einem Jahr ist das Patent von Spiriva (Tiotropiumbromid) abgelaufen und Braltus (Teva) auf dem Markt. Nun zieht der Originalhersteller Boehringer Ingelheim nach und bringt mit Srivasso ein eigenes Generikum auf dem Markt. Vertrieben wird das hauseigene Generikum über die Tochterfirma Biotherax.

Die Markteinführung von Braltus hatte für Verunsicherung gesorgt, denn dank innovativem Inhaler enthält das Generikum weniger Wirkstoff als das Original. Damit 18 wieder 18 ist, zieht Boehringer nun nach. Srivasso enthält 18 μg Tiotropiumbromid und ist in Hartkapseln mit Pulver zur Inhalation auf dem Markt. Wie Spiriva wird auch das Generikum per Handihaler verabreicht. Für Srivasso wurden bereits Exklusivverträge mit den Krankenkassen geschlossen.

In der Vergangenheit traten Verunsicherungen wegen der unterschiedlichen Deklaration bei Spiriva und Braltus auf. Auch sind die Inhalatoren nicht mit den Kapseln des anderen Herstellers kompatibel. So gab es Probleme, wenn beim Rabattpartner der Inhalator fehlt.

Braltus wurde vom spanischen Lohnhersteller Laboratorios Lincosa (Chemo) entwickelt und auf Basis der Guidline Orally Inhaled Products (OIP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zugelassen. Dort sind die Kriterien für den Nachweis der therapeutischen Äquivalenz bei oral inhalierten Produkten festgelegt, die bei Generika zu erfüllen sind: Während früher die „Metered Dose“, also die abgepackte Menge, im Vordergrund stand, wird seit einiger Zeit eine identische „Delivered Dose“ gefordert. Das Generikum muss also dieselbe Menge an Wirkstoff ausliefern wie das Original – mit wie viel Wirkstoff dazu die Matrix beladen werden muss, spielt keine Rolle.
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