Berlin -

Aktuell sorgt das Respiratorische Synzytialvirus (RSV) für volle Kinderarztpraxen und Kliniken. Vor allem für Früh- und Neugeborene ist das Virus gefährlich. In diesem Winter kommt es zu vermehrten Infektionszahlen. Ein Grund hierfür könnten die monatelangen AHA-Regeln sein – die Immunsysteme waren unterfordert. Um zukünftige Infektionen zu vermeiden, bräuchte es eine Impfung. Janssen forscht an einem Vektor-Vakzin gegen das RS-Virus, die Ergebnisse der Phase-IIb wurden kürzlich vorgestellt.

RS-Viren sind für Jugendliche und Erwachsene kaum gefährlich. Für Kinder unter drei Jahren kann eine Infektion mit den Viren jedoch zu ausgeprägten Erkältungssymptomen führen. Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen und Fieber gehören zu den Leitsymptomen.

Eine spezifische Therapie bei einer RS-Virusinfektion gibt es bisher nicht. Der Arzt/die Ärztin wird den/die Patient:in symptomatisch behandeln. Bei Sekundärinfektionen mit Bakterien muss ein Antibiotikum verschrieben werden. Bei Erwachsenen können Apotheker:innen und PTA – abhängig von der Symptomatik – Erkältungsmittel wie Nasenspray, Lutschtabletten oder Hustenlöser empfehlen. Eine Impfung gibt es bislang nicht. Das Pharmaunternehmen Janssen forscht aktuell an einem Vakzin gegen das RS-Virus. Genau wie der Covid-19-Impfstoff soll er auf Vektorviren basieren.

Alle primären Endpunkte wurden erreicht

Es wurden alle primären und sekundären Endpunkte der Phase-IIb-Studie erreicht, teilt Janssen mit. Das Vakzin zeigte bei Erwachsenen eine Schutzwirkung von 80 Prozent gegenüber Infektionen der unteren Atemwege bei Personen über 65 Jahren. Jegliche RSV-Infektionen wurdem zu 70 Prozent verhindert. Janssen informiert darüber, dass der Impfstoffkandidat eine robuste Antikörperantwort gegen das RS-Virus hervorruft. Die Verträglichkeit war insgesamt gut.

Die Cypress-Studie schloss rund 5800 Proband:innen mit ein. Der Imfpstoffkandidat Ad26.RSV.preF wurde bisher nur an Erwachsenen getestet. Die Phase-III-Studie Evergreen wird bis zu 23.000 Proband:innen einschließen.

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