EMA prüft Booster mit Janssen-Impfstoff

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Berlin -

Die Experten der Europäischen Arzneimittel-Behörde (EMA) prüfen die Zulassung einer Booster-Dosis des Corona-Impfstoffes des US-Herstellers Johnson & Johnson.

Auch beim Covid-19-Vaccine Janssen könnte eine Booster-Zulassung folgen. Die Extra-Dosis könnte Erwachsenen mindestens zwei Monate nach der ersten Dosis gegeben werden, wie die EMA am Montag in Amsterdam mitteilte. Die Behörde erwartet eine Entscheidung in wenigen Wochen. Sie hat bereits Auffrischungsimpfungen mit den Präparaten von Biontech und Moderna zugelassen.

Die Experten der EMA werden prüfen, ob eine solche Booster-Impfung den Schutz vor einer Corona-Infektion erhöht. Daten des Herstellers aus Studien würden nun in einem beschleunigten Verfahren bewertet. Dazu gehörten Ergebnisse einer Studie mit 14.000 Erwachsenen. Innerhalb dieser Studie hatten einige Proband:innen eine zweite Dosis des Corona-Impfstoffes bekommen, andere Proband:innen nur ein Placebo.

Das Impfregime mit dem Vektorimpfstoff besteht nur aus einer Dosis. Somit ist es der einzige Impfstoff, der nur eine Injektion benötigt. Die EMA betonte, dass die Entscheidung über den Einsatz von Booster-Impfungen bei den nationalen Regierungen beziehungsweise Gesundheitsbehörden liegt.

Bislang wird das Boostern mit Comirnaty oder Spikevax empfohlen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Personen, die mit der Covid-19 Vaccine Janssen geimpft wurden, seit Anfang Oktober eine zusätzliche mRNA-Impfstoffdosis. Hierdurch soll die Grundimmunisierung optimiert werden. Für den Vektorimpfstoff wurde im Unterschied zu den anderen zugelassenen Impfstoffen eine vergleichsweise geringe Wirksamkeit gegenüber der Delta-Variante beobachtet. Die Booster-Impfung kann bereits vier Wochen nach der ersten Spritze erfolgen.

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