Resistente Keime erkennen in 30 Minuten

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Berlin - US-Wissenschaftler haben einen neuartigen Test entwickelt, der in kürzester Zeit die Bakterien detektiert, die auf bestimmte Antibiotika nicht mehr ansprechen. Somit kann eine gezielte Therapie ermöglicht und die Ausbildung von Antibiotikaresistenzen vermieden werden.

Im Praxisalltag spielt die gezielte Antibiotika-Therapie aufgrund von Zeit- und Kostengründen eine untergeordnete Rolle, vielmehr verschreibt der Arzt diese Arzneistoffe im Rahmen einer kalkulierten Therapie auf Verdacht und auf Grundlage seiner Erfahrungen. Häufig ist zu beobachten, dass das passende Mittel erst nach mehreren Versuchen gefunden wird. Diese Methode des Trial-and-Error kann daher Resistenzen begünstigen.

Mediziner des California Institute of Technology wollen dem entgegen wirken: „Wir können die Welt mit einem schnellen Test verändern“, sagt Rustem Ismagilov, Professor für Chemie und Chemieingenieurwesen. Ziel von den Forschern um Ismagilov war es, einen Test zu entwickeln, mit dem sich während eines einzigen Arztbesuchs das adäquate Antibiotikum ermitteln lässt.

Den Fokus legten die Wissenschaftler auf die Erreger von Harnwegsinfektionen (HWI), die in den USA für acht Millionen Arztbesuche und eine Millionen Hausbesuche jährlich verantwortlich sind. Auch in Deutschland gehört die Infektion zu den häufigen Gründen für eine ärztliche Konsultation. Zur Analyse wurden Urinproben von 54 Frauen herangezogen, die unter anderem den häufigsten Erreger bei unkomplizierten HWI hatten: Escherichia coli.

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