Pille danach: Absatz fast verdoppelt

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Allerdings tut HRA Pharma auch einiges für den Erfolg. Bei Youtube gibt es einen eigenen Kanal mit „Bedside Stories“. In den Kurzfilmen wird über das Thema Sexualität, Verhütung und sexuelle Selbstbestimmung informiert. Und natürlich fehlen Hinweise auf Verhütungspannen nicht – Bühne frei für „Pille danach“. Anlassbezogen beschäftigt sich ein aktuelles Video mit „Flirts auf der Wiesn“. Moderatorin Inka fragt Oktoberfestbesucher nach „Do‘s und Dont‘s“ und was man macht, wenn nach dem Feiern eine Verhütungspanne passiert.

Den kleinen Rest des Kuchens müssen sich drei Hersteller teilen, zuerst am Start waren Postinor (Gedeon Richter) und Unofem (Hexal). Stada, Aristo und Exeltis haben nachgezogen und heute ebenfalls LNG-Präparate in der Apotheke.

Der Markt für die „Pille danach“ ist Brancheninsidern zufolge aber noch lange nicht ausgeschöpft. Demnach gibt es pro Jahr etwa 2,4 Millionen Situationen, in denen theoretisch der Einsatz eines Notfallkontrazeptivums angezeigt wäre. Mit hochgerechnet 840.000 Packungen hierzulande gehen die Hersteller von einem wachsenden Bedarf in den kommenden Jahren aus. Das belegen auch die Zahlen aus Ländern, in denen die „Pille danach“ schon länger rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist.

Auch innerhalb Deutschlands gibt es regional Unterschiede beim Verbrauch. In Süddeutschland wird die Pille danach öfter abgegeben als im Norden. Das hat den Herstellern zufolge mit dem durchschnittlich höheren Bildungsniveau in Bayern und Baden-Württemberg zu tun.

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