Otriven für Säuglinge: Neuer Warnhinweis

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Berlin -

Abschwellende Nasentropfen sollten auch bei Säuglingen nur in Ausnahmefällen angewendet werden. Daher fügt GlaxoSmithKline (GSK) nun weitere Warnhinweise bei seinem Otriven-Produkt hinzu. Hintergrund sind gemeldete Nebenwirkungen, darunter auch Atemstillstand.

Unter den Warnhinweisen wurde ergänzt, dass die Nutzung bei Säuglingen nur aufgrund ärztlicher Empfehlung und Betreuung empfohlen wird. Zudem wird erwähnt, dass die generelle Verabreichung bei Neugeborenen und Säuglingen mit besonderer Vorsicht behandelt werden sollte und bei Anwendung immer die empfohlene Dosierung der jeweiligen Altersgruppe berücksichtigt werden sollte. Auch die Anwendung bei Kleinkindern zwischen ein und zwei Jahren sollte nur unter Aufsicht eines Erwachsenen erfolgen.

Auch wenn Xylometazolin und andere α-Sympathomimetika lokal verabreicht werden und wirken, können selten auch systemische Auswirkungen das zentrale Nervensystem und das Herzkreislaufsystem betreffen. Es gibt Berichte zu Nebenwirkungen wie Herzklopfen, Hypertonie (1 bis 10 Patienten von 10.000) und schwerwiegenden wie Arrhythmien, Halluzinationen bis hin zum Atemstillstand (1 Patient von 10.000).

Anfang des Jahres hatte GSK die Altersgrenzen für Otriven angehoben. Den Anfang machte das Nasenspray in der 0,1-prozentigen Dosierung, das seitdem nicht mehr ab sechs, sondern erst ab zwölf Jahren eingesetzt werden soll. Hintergrund war eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur „Define Daily Dose“, die demnach bei vielen Produkten deutlich überschritten wird.

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