Merck teilt mit Bayer

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Berlin - Folsäure ist für jede Frau in der Schwangerschaft ein wichtiges Thema. In Apotheken dominiert Femibion von Merck das Angebot. Bayer versucht dem Marktführer mit dem neuen Produkt Elevit Anteile streitig zu machen. In Darmstadt sieht man die Konkurrenz aber gelassen. Schließlich hat der Konzern dem Wettbewerber die Lizenz für Metafolin selbst überlassen.

Mit Folsäure-Präparaten wird in Apotheken laut IMS-Zahlen ein Jahresumsatz von rund 86 Millionen Euro auf Basis der Herstellerabgabepreise erzielt. Insgesamt werden rund 3,7 Millionen Packungen verkauft. Unangefochtener Marktführer ist Femibion mit einem Anteil von 60 Prozent nach Umsatz. Das Präparat hat der Darmstädter Konzern selbst entwickelt und vor 20 Jahren in Deutschland auf den Markt gebracht.

Merck bietet unter der Marke zwei verschiedene Produkte: Vor und während der Schwangerschaft wird mit Femibion 1 eine Kombination aus 800 µg Folat, Vitaminen sowie Jod empfohlen. Femibion 2 enthält neben Vitaminen einen um die Hälfte reduzierten Folsäure-Anteil sowie die Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA). Das Präparat ist für Frauen ab der 13. Schwangerschaftswoche und bis zum Ende der Stillzeit gedacht. Im April wurden zusätzlich Varianten mit Vitamin D3 auf den Markt gebracht.

Die Produkte werden vor allem von Gynäkologen empfohlen: Laut Merck gehen knapp die Hälfte der Verkäufe auf Arztempfehlungen zurück, die Apotheken sind nur in etwa 25 Prozent ausschlaggebend. „Viele Kundinnen sind unsicher und wünschen sich eine Beratung in der Apotheke“, sagt Marketingchefin Christiane Boventer. Werdende Mütter seien perfekt für die Kundenbindung.

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