Lieferengpässe

Klinikapotheken: Diese Wirkstoffe fehlen Nadine Tröbitscher, 13.03.2017 14:42 Uhr

Berlin - Lieferengpässe sorgen immer wieder für Schlagzeilen und Ärger in den Apotheken. Betroffen sind nicht nur die Vor-Ort-Apotheken, sondern auch die Krankenhäuser. Es fehlt nicht nur an Antibiotika, sondern auch an Impfstoffen, Glucocorticoiden und Krebsmedikamenten. Ein Engpass kann lebensbedrohlich sein.

Einige Hersteller melden Lieferengpässe beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), jedoch nicht alle. Eine Verpflichtung gibt es nicht. So fehlt seit einiger Zeit die Antibiose Piperacillin/Tazobactam von diversen Herstellern. Ärzte schlugen Alarm – die Gefahr der Resistenzen steige und Patienten könnten nicht behandelt werden. Der Bundesverband der Krankenhausapotheker (ADKA) hat eine Liste mit den wichtigsten Lieferengpässen zusammengestellt – von denen die meisten nicht beim BfArM gemeldet sind.
  • Staphylex: Flucloxacillin 1 g, als Injektionslösung, zur Behandlung akuter und chronischer Infektionen der Haut, Schleimhäute, Weichteilgewebe, Atemwege, Knochen und Knochenmark

  • Isozid: Isoniazid 0,5 mg zu zehn Ampullen, Prophylaxe und Therapie der Tuberkulose
  • Eremfat: Rifampicin 600 mg als Injektionslösung, Kombinationstherapie der Tuberkulose und Lepra

  • Tigecyclin als Ampullen: zur Behandlung komplizierter Haut- und Weichgewebsinfektionen und intraabdominelle Infektionen

  • Turixin Nasensalbe: Mupirocin, zur Behandlung von Staphylokokkeninfektionen der Nasenschleimh

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