Flaute bei Grippeimpfstoffen

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Berlin -

Die Grippewelle rollt. Wer älter als 60 Jahre ist, sollte sich rechtzeitig impfen lassen. Doch der demographischen Entwicklung zum Trotz: Die Zahl der ausgelieferten Grippeimpfstoffe ist seit Jahren rückläufig. Das belegen Zahlen von IMS Health.

Von der alljährlich mehr oder weniger stark auftretenden Grippe betroffen sind vor allem Personen mit gesundheitlicher Gefährdung und ältere Menschen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher für diese Gruppen eine jährliche Impfung gegen saisonale Influenza, genauso wie für Menschen mit einem erhöhten beruflichen Ansteckungsrisiko.

Da aufgrund des demografischen Wandels der Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung wächst, sollte auch die Nachfrage nach Grippeimpfstoffen steigen. Aber Fehlanzeige: Nach IMS-Zahlen ist die Anzahl der Impfdosen in den vergangenen acht Jahren um 35 Prozent zurückgegangen.

Wurden 2009 noch 20,5 Millionen Dosen ausgeliefert, waren es im vergangenen Jahr nur noch 13,2 Millionen. Die stärksten Rückgänge gab es 2010 und 2012, als im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr 17,5 beziehungsweise 12,8 Prozent weniger Dosen ausgeliefert wurden. Nur 2013 gab es einen leichten Zuwachs um 2,3 Prozent. Seitdem war der Absatz rückläufig, mit sich abschwächender Tendenz. Spezielle Lieferwege wurde in der Statistik nicht berücksichtigt.

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