Immunisierung

Grippeimpfung: Pflaster statt Spritze

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Berlin -

Impfungen sind nicht in allen Teilen der Bevölkerung beliebt – Grund ist unter anderem die intramuskuläre Zufuhr des Impfstoffs via Spritze. Bald könnte es eine Alternative zu der gängigen Methode geben: Eine im Fachjournal „Lancet“ publizierte Studie zeigt, dass eine Immunisierung gegen Influenza mittels transdermalem Pflaster genauso effektiv ist wie die Spritze in den Oberarm.

Zur Analyse haben Ärzte der Emory University in Atlanta 100 Freiwillige im Alter von 18 bis 49 Jahren herangezogen, die zuvor nicht mit dem Grippeimpfstoff der Saison 2014/15 geimpft worden waren. Die Phase-1-Studie war randomisiert, einfach-blind und placebo-kontrolliert. Sie wurde von Juni bis September 2015 durchgeführt. Eine Schwangerschaft war ein Ausschlusskriterium, außerdem dermatologische Funktionsstörungen.

Die Probanden der TIV-MNP 2015-Studie wurden in vier Gruppen randomisiert: Gruppe 1 erhielt eine Einmaldosis des inaktivierten trivalenten Influenza-Impfstoffs Fluvirin in Form eines Mikronadel-Pflasters, Gruppe 2 als intramuskuläre Injektion in den Oberarm, Gruppe 3 bekam ein wirkstofffreies Mikronadel-Pflaster. Probanden der Gruppen 1 bis 3 bekamen das jeweilige Präparat von Mitarbeitern der Gesundheitsbranche.

Gruppe 4 bekam eine Einmaldosis des Vakzins mittels Mikronadel-Pflaster – angebracht durch andere Studienteilnehmer. Das Pflaster wurde bei den Personen der Gruppen 1, 3 und 4 jeweils für 20 Minuten auf das Handgelenk festgeklebt und bestand aus 100 Mikronadeln, die Fluvirin enthielten und abgaben. Die Nadeln waren sehr klein, sodass es zu keinen Schmerzen während der Applikation kam.

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