Influenza-Impfstoffe

AstraZeneca bleibt auf Fluenz sitzen

, Uhr aktualisiert am 20.11.2012 17:38 Uhr
Berlin -

Der Pharmakonzern AstraZeneca ist mit einem neuartigen Impfstoff in die Grippesaison gestartet. Fluenz ist ein nasal zu applizierender Lebendimpfstoff und seit diesem Jahr auf dem deutschen Markt verfügbar. Der Hersteller konnte jedoch weniger Vakzine absetzen als erwartet. Jetzt verfallen die ersten Chargen. Als Ursache für den holperigen Start sieht man bei AstraZeneca die Ausschreibungen der Krankenkassen: „Fluenz könnte weitaus einfacher verordnet werden, wenn es keine Exklusivausschreibungen gäbe“, so ein Konzernsprecher.

Nach Informationen aus der Branche können die ersten Chargen Fluenz aufgrund des nahenden Verfalldatums bald nicht mehr eingesetzt werden. Zehntausende Impfstoff-Dosen müssten demnach vernichtet werden, weil sie nicht rechtzeitig verkauft werden konnten.

Der Sprecher machte keine Angaben dazu, wie viele Impfstoff-Dosen vom Verfall bedroht sind und wann sie vernichtet werden müssen. Jeder Impfstoff habe ein Ablaufdatum. „Wenn die Impfstoffe nicht rechtzeitig verimpft werden, dann müssen sie vernichtet werden.“

Bei AstraZeneca ist man nach eigenen Angaben mit dem Start zufrieden: Man könne die ganze Saison liefern. Aber: „Wir konnten mit unserem Nasenspray gar nicht an den Ausschreibungen teilnehmen, weil nur Injektionsimpfstoffe ausgeschrieben worden sind“, kritisiert der Sprecher weiter.

Der Konzern sucht nun nach flexiblen Lösungen: So habe man beispielsweise der Barmer einen Rabatt angeboten, und die Kasse erstatte die Impfstoffe nun für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr. Ob AstraZeneca mit weiteren Krankenkassen verhandelt, wollte der Sprecher nicht sagen.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Keine Sicherheitsbedenken
Impfstoff-mRNA in Muttermilch»
Sars-CoV2-Arbeitsschutzverordnung verlängert
Hygienekonzept: Was gilt in Apotheken?»
Schlafprobleme bei Kindern möglich
Paracetamol: Gefahr in der Schwangerschaft?»
Diabetiker:innen bekommen Schwierigkeiten
Lieferengpass bei Insuman: Pen statt Patrone»
Fettleibigkeit verschlechtert die Prognose
Adipozyten fördern Brustkrebswachstum»
ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick
Kassen schicken Geldtransporter zu Apotheke»
Preisanpassung bei Apothekenserver
NGDA: Securpharm wird teurer»
Funktion der Immunzellen gestört
Zecken: Speichel hemmt Abwehr»
Limit für geringfügige Beschäftigung erhöht
Minijob: 70 Euro mehr verdienen»
A-Ausgabe Oktober
90 Seconds of my life»
Kompetenter Begleiter für alle Leser:innen ab 60
my life Senioren»
Das Kindermagazin der my life Familie
Platsch»
Debatte geht in die nächste Runde
EMA befürwortet Biosimilar-Austausch»
Jede Verordnungszeile einzeln
Mehrfachverordnungen: Wie wird beliefert?»
Was wird von der Kasse erstattet
Retaxgefahr: Sprechstundenbedarf auf Rezept»