Grippeimpfstoffe: Da waren's nur noch 3

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Berlin -

Die Impfstoff-Krise verschärft sich: Mit dem jüngsten Update des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) hat sich die Liste der nicht verfügbaren Impfstoffe weiter verlängert. Besonders betroffen sind Grippeimpfstoffe – hier werden inzwischen die Alternativen knapp. Außerdem sind der Fünffach-Impfstoff Boostrix sowie die Typhus-Vakzine Typhim und Viatim nicht mehr verfügbar.

Schon seit Wochen ist in Deutschland keine einzige tetravalente Vakzine gegen Influenza erhältlich: Influsplit Tetra von GlaxoSmithKline (GSK) war bereits im Oktober ausverkauft. Und auch AstraZeneca hat die Zehnerpackung Fluenz Tetra bereits vollständig an den Großhandel ausgeliefert. Einzeldosen des Nasensprays gab es in dieser Saison überhaupt nicht.

Der Empfehlung des PEI zu folgen, auf andere Hersteller auszuweichen, wird zunehmend schwieriger. Hexal kann seinen Impfstoff Begripal seit Mitte Oktober nicht mehr anbieten – inzwischen ist auch der zweite Impfstoff Optaflu ausverkauft. Influvac von Mylan ist ebenfalls in keiner Packungsgröße mehr erhältlich. Sanofi Pasteur MSD kann Vaxigrip in Packungen mit einer und zehn Impfdosen nicht mehr liefern. So stehen mit Afluria (CSL), Xanaflu (Mylan) und dem Grippeimpfstoff von Stada nur drei Impfstoffe nicht auf der PEI-Liste.

GSK muss seine Liste der nicht lieferbaren Impfungen um mehrere Vakzine erweitern: Nach dem Vierfachimpfstoff Boostrix Polio ist nun auch die Dreifach-Vakzine gegen Tetanus, Diphterie und Pertussis der Marke Boostrix nicht mehr verfügbar. Als Alternative soll laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) TdaP-Immun von Pfizer verwendet werden.

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