Sachsen: Vierfach gegen Influenza

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Berlin -

Die sächsische Impfkommission (SIKO) empfiehlt für die Impfsaison 2017 vorrangig einen Tetraimpfstoff (Influsplit tetra; GlaxoSmithKline). Grundlage für diese Entscheidung sind die Erfahrungen der vergangenen Jahre. Die Grippesaison 2015/16 war von einem B-Stamm Mismatch geprägt, da die Bevölkerung zum Großteil mit einem trivalenten Arzneimittel geimpft wurde.

Der tetravalente Impfstoff wird bislang nicht für jeden Versicherten von den Krankenkassen übernommen. Die tetravalente Impfung bekamen bislang nur Patienten der Risikogruppen, wenn aus medizinischer Sicht ein schwerer Krankheitsverlauf zu erwarten war. Privatversicherte, Selbstzahler oder Personen im betriebsmedizinischen Bereich erhielten den breiten Impfschutz.

Die enthaltenen vier statt drei Impfstämme richten sich zusätzlich gegen die zweite B-Linie. In der Grippe-Saison 2015/16 war etwa die Hälfte der Influenza-Erkrankungen auf den B-Stamm zurückzuführen. Würden alle Patienten mit dem Tetraimpfstoff geimpft, könnten deutlich weniger Erkrankungen auftreten, so GSK.

Die sächsische Landesärztekammer fordern die Krankenkassen auf, künftig für alle Versicherten, insbesondere für Kinder, die Kosten für den tetravalenten Impfstoff zu übernehmen. Eine Grippe-Impfung wird für alle Personen empfohlen, die über 60 Jahre alt sind, für Schwangere sowie chronisch Kranke. Die diesjährige Grippesaison verläuft bislang mild, das höchste Niveau an Erkrankten wird jedoch im Februar/März erwartet.

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