„Echte Kommunikation ist die nächste große Sache“

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Berlin -

Ottobock ist ein Premiumhersteller für Prothesen und Orthesen und zielt im Marketing auf die Endkunden ab. Dafür nutzt das Familienunternehmen aus Duderstadt soziale Medien und setzt auf authentische Werbung von Menschen, die Prothesen und Rollstühle des Herstellers tatsächlich verwenden. Wie Follower in sozialen Netzwerken zu Markenbotschaftern werden, erklärte Marketingleiterin Christin Gunkel bei der Digitalkonferenz VISION.A.

Für Gunkel ist die Online-Präsenz eines Unternehmens nur eine Erweiterung des Offline-Auftritts – beides zusammen ergibt das Markenerlebnis. Zugleich sei es notwendig, in den sozialen Netzen authentisch zu bleiben: „Erfinden Sie keine Geschichten von begeisterten Kunden“, mahnt Gunkel.

In den Netzwerken gehe es nicht darum, nur eine Werbebotschaft an eine anonyme Masse zu senden. „Die neuen Medien sind interaktiv – sie können persönliche Kommunikation nachahmen“, sagt Gunkel. Das sollten Unternehmen für sich nutzen, um näher an den Kunden heranzurücken. Anfragen sollten daher immer beantwortet werden; auf positives und negatives Feedback von Kunden sollte in sozialen Netzen schnell reagiert werden. „Echte Kommunikation ist die nächste große Sache“, prophezeit sie.

Wer eine Community aufbauen wolle, sollte sich ein klares Ziel setzen: Will das Unternehmen Fans eine Plattform bieten, sich über die Produkte auszutauschen? Dann sollten besonders positive Posts von Kunden im Netzwerk hervorgehoben werden. Geht es dagegen darum, einen funktionalen Informationskanal zu schaffen, müssen insbesondere negative Rückmeldungen ernst genommen und schnell geklärt werden.

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