Soziale Netzwerke

Fünf Tipps für den Facebook-Auftritt

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Berlin -

Die Kunden sind heutzutage regelmäßig in sozialen Netzwerken unterwegs. Apotheken, die bei Facebook aktiv sind, haben die Chance, ihren Kundenstamm über das soziale Netzwerk zu erweitern. Doch ein Auftritt allein genügt nicht. Gefragt sind witzige Ideen und ein geschicktes Händchen, um auch dem Algorithmus des US-Konzerns zu gefallen.

Tipp eins: Seite pflegen. Die eigene Facebook-Seite ist wie ein digitales Schaufenster. Wer es öffnet, sollte es auch bestücken. Regelmäßige Postings gehören dazu. Wenn der Inhaber nicht selbst ein Social-Media-Genie ist, kann er die Aufgabe an einen Facebook- und Smartphone-affinen Mitarbeiter abgeben. Bei den Inhalten sollten apothekenbezogene Themen, der Betrieb, Aktionen und das Team im Vordergrund stehen. Was macht die Apotheke für den Ort? Wer steht im HV? Was passiert eigentlich im Notdienst? Die Kunden kennen sich in der Fachwelt der Pharmazie nicht aus und schätzen einen Blick hinter die Kulissen.

Allgemeine Gesundheitsnachrichten wie etwa zu Fußpilz oder Kopfläusen finden Nutzer woanders und suchen sie nicht bei ihrer Vor-Ort-Apotheke. Likes und Kommentare – also für den Algorithmus wichtige Interaktionen – erhält die Apotheke für persönliche Einblicke. Ein kurzes Smartphone-Video von neuen Marken, ein Foto vom reichlich gedeckten Aktionstisch, ein Rückblick auf den jüngsten Vortrag, eine Bildergalerie vom Besuch der Kita-Gruppe – all das bindet die Abonnenten an die Apotheke.

Tipp zwei: Echte Interaktion. Der Facebook-Newsfeed Algorithmus hat das Ziel, Nutzern möglichst nur relevante Beiträge anzuzeigen. Das soziale Netzwerk filtert Beiträge und zeigt nie alle Nachrichten, die Fans und Freunde veröffentlichen. Wie kommt also die eigene Apotheke möglichst oft bei den Abonnenten an? Hilfreich ist, Interaktionen wie einen regen Austausch in den Kommentaren zu generieren. Das kann mit einem witzigen emotionalen Foto, einer offenen Frage an die Nutzer oder einem Gewinnspiel geschehen. Wichtig ist: Seriös und authentisch bleiben.

Tipp drei: Zielgruppe vorgeben. Apotheken können auf Facebook Zielgruppen für die veröffentlichten Beiträge definieren. Dazu muss in den Einstellungen unter dem Punkt „Allgemein“ der Punkt „News Feed-Zielgruppe und Sichtbarkeit der Beiträge“ aktiviert werden. Danach kann beim Veröffentlichen neuer Posts über das „Globus-Symbol“ eine Auswahl getroffen werden wie Alter, Geschlecht, Standort und Interessen. Dadurch soll die organische Reichweite verbessert werden. Unter „Bevorzugte Seitenzielgruppe“ können Apotheken auch bestimmen, wer überhaupt den Facebook-Auftritt sehen soll.

Tipp vier: Beitrag fixieren. Ihr habt ein cooles Video für Facebook gedreht oder eine zeitlich begrenzte Schnäppchen-Aktion? Diese Beispiele eignen sich, um Beiträge darüber in der Zeitleiste der eigenen Facebook-Seite oben fest zu verankern. Dadurch werden die eigenen Freunde immer wieder auf den Spot oder das Event hingewiesen und es können mehr „likes“ und Kommentare erzielt werden.

Tipp fünf: Anzeige bezahlen. Apotheken können bei Facebook Werbung schalten, um ihre Reichweite zu erhöhen. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Fotos, Videos, Bildergalerien oder Geschichten werden als Formate angeboten. Ein spannendes Bild eignet sich beispielsweise dazu, auf ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung hinzuweisen. Mit kurzen Video-Häppchen kann die Marke in Erinnerung gerufen werden. Apotheken sollten sich fragen, ob sie mit einer gezielt geschalteten Anzeige zu einem Thema nicht mehr Nutzer ansprechen können, als es mit aufwändig eingestellten auf Interaktion ausgerichteten Inhalten möglich wäre.

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