Notdienstapothekerin verschläft Einbruch

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Berlin - Ein gezielter Einbruch traf in der Nacht zum Dienstag eine Apotheke in Dessau-Roßlau. Die im Notdienstraum schlafende Inhaberin bemerkte die Bescherung erst am nächsten Morgen.

Irgendwann in der Zeit zwischen 2 Uhr und 7.41 Uhr müssen die noch unbekannten Täter in die Antoinette-Apotheke eingedrungen sein. Dabei gingen sie besonders rabiat vor: „Die Automatiktür wurde aus ihrer Führungsschiene geholt, dann mit einem Gullideckel eingeschmissen und verbogen“, berichtet die Besitzerin Susanne Heidenreich. „So verschafften sich die Täter Zugang in den Verkaufsraum.“

Den Raubzug habe sie gar nicht recht mitbekommen. „Zwei Wände trennen die Offizin vom Notdienstraum. Ich wurde vom Lärm zwar kurzzeitig wach“, erzählt Heidenreich. „ Aber da ich nicht wusste, wie spät es ist, habe ich gedacht, dass sie mit den Bauarbeiten vor unserer Tür wieder loslegen. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich nicht aufgestanden bin, um zu schauen, was da los war.“ Erst am nächsten Morgen habe sie die leere Kasse und die völlig zertrümmerte Tür entdeckt.

Knapp 800 Euro seien entwendet worden, Medikamente aber keine abhanden gekommen. „Das muss eine Sache von Minuten gewesen sein. Im Backoffice lag noch das Wechselgeld für den nächsten Tag und weiteres Geld für Essen und Mitarbeitergeburtstage.“ Besonders ärgerlich: „Eigentlich hätte ich den Kassenabschluss schon um Mitternacht machen können, aber dafür war ich einfach zu müde. So verschob ich die Abrechnung auf den nächsten Morgen.“

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