„Datensicherung wird in Apotheken stiefmütterlich behandelt“

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Berlin - Der Umgang mit Daten in Apotheken wird sich ab dem 25. Mai verändern. Passend zur Umstellung auf die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) bietet die neu gegründete Firma Pulse Innovations ab Mai eine Software für Apotheken an, die als virtueller Datenschutzbeauftragter fungieren soll.

Hinter Pulse Innovations stehen als geschäftsführende Gesellschafter der View'n'Vision-Gründer Dirk Götze und der Apotheker Kay Klindwort. Zunächst werden drei Module angeboten: Datenschutz, Datensicherung und eine Schulungs-Anwendung. „In Apotheken muss unter Berücksichtigung der neuen DS-GVO viel passieren“, sagt Götze. „Aufgrund der zeitlichen Dringlichkeit bis zum 25. Mai herrscht eine generelle Verunsicherung am Markt“, sagt Klindwort, der gemeinsam mit seiner Frau fünf Apotheken im Raum Lübeck betreibt.

Im Modul Datenschutz wird Apotheken ein virtueller Datenschutzbeauftragter zur Seite gestellt. Per Fragebogen wird geklärt, wo die Apotheke für ihre individuellen Bedürfnisse wie beispielsweise Heimbelieferung Nachholbedarf hat, um letztlich datenschutzkonform zu sein. Bei einem kostenfreien „Quick-Check“ auf der Website können Inhaber erfahren, ob und wieviel Unterstützung sie benötigen.

Nach einem umfangreicheren Online-Test liefert das Programm für Abonnenten konkrete Handlungsempfehlungen. „Wichtig ist, dass Apotheken die Fragen wahrheitsgemäß beantworten“, so Klindwort. Künftig besteht eine Meldepflicht bei der zuständigen Behörde über die Datenverarbeitungstätigkeiten. Im Modul Datenschutz können die Apotheker die Tätigkeiten in einem Formular eintragen und abschicken. Die Software vereinfache den Erfassungs- und Meldeweg, so Klindwort.

Mitarbeiter können über ein weiteres Modul an Schulungen zum Datenschutz teilnehmen. „Die Angestellten müssen in Sachen Datenschutz up to date sein“, so Klindwort. Die große Mehrheit des Datenverkehrs laufe über die Mitarbeiter. Würden diese nicht regelmäßig geschult, nutzten auch keine Firewall und Virenscan-Programme. Der Inhaber könne die Schulungsplattform selbst konfigurieren und festlegen, welche Mitarbeiter wann und wie oft an den Seminaren teilnehmen sollen. Die Ergebnisse können Chef und Angestellte in der Software einsehen. Geplant zu Beginn sind 20 verschiedene Themenkomplexe.

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