Nahrungsergänzung

Beauty-Trinkampullen: Was ist dran an Kollagen & Co. dpa, 27.06.2018 09:28 Uhr

Düsseldorf/Hamburg - Trinkampullen sollen gut für die Haut sein und für Schönheit von innen sorgen. Aber allein auf die Fläschchen kann man sich nicht verlassen. Und ein frisches Äußeres ist auch für weniger Geld zu haben.

Wer sie hat, will sie behalten – und wer sie nicht hat, will sie haben: eine glatte und makellose Haut. Genau das verspricht die Werbung für Trinkampullen. Täglich ein Fläschchen davon leeren und schon ist die Haut gut durchfeuchtet, elastisch und alsbald faltenfrei. Das klingt erstmal gut. Und viele der Produkte können durchaus die gewünschte Wirkung entfalten. „Aber für eine schöne Haut ist mehr nötig als einfach nur der Verzehr solcher Trinkampullen“, schränkt Sigrid Röchter von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ein.

Vitamine, Mineralstoffe, Proteine, Fettsäuren und Wasser: In jeder Trinkampulle steckt etwas anderes. Einige, wie zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren, sollen Entzündungsprozessen entgegenwirken, andere, wie die Vitamine C und E, Beta-Carotin, Selen und Zink, sollen die schädlichen freien Radikale neutralisieren. Sekundären Pflanzenstoffen wie Resveratrol oder Oligomere Proanthocyanidine wird nachgesagt, dass sie den Alterungsprozess verlangsamen, indem sie bestimmte Gene aktivieren. Und Struktur, Feuchtigkeit und Elastizität der Haut sollen durch Stoffe wie Kollagen, Hyaluronsäure, Aminosäuren und Fettsäuren positiv beeinflusst werden.

„Ob die Ampullen tatsächlich die angepriesene Wirkung entfalten, hängt von den Inhaltsstoffen des jeweiligen Produkts ab“, sagt Professorin Dr. Martina Kerscher, Hautfachärztin und Professorin für Kosmetikwissenschaft an der Universität Hamburg. Nach ihren Angaben kann etwa durch die Einnahme von Kollagenhydrolysaten die Haut durchaus elastischer werden, glatter und weniger trocken.

Aus Kollagen besteht die Schicht zwischen Oberhaut und Unterhaut. Sie ist es, die für Festigkeit und jugendliches Aussehen der Haut sorgt. Diese Schicht verliert mit zunehmendem Alter etwa ein Drittel ihres ursprünglichen Kollagengehalts. Die Festigkeit der Haut lässt nach, es bilden sich Falten. Gelangen über die Nahrung zusätzliche Kollagenbestandteile in den Körper, können sie die körpereigene Kollagenproduktion stimulieren und so für neue Spannkraft sorgen. Mit der Einnahme kollagenhaltiger Ampullen allein ist es aber noch lange nicht getan.

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