Apothekenkosmetik

Wegen Douglas: Neuer Eucerin-Depotvertrag

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Berlin -

Angriffe auf die vermeintlich apothekenexklusiven Produkte gibt es seit Langem. Die Douglas-Offensive und der Drang der Parfümeriekette nach Apothekenkosmetik zwingt die Hersteller zum Umdenken. Beiersdorf passt jetzt den Selektivvertrag an. Künftig gilt eine neue Klausel, die den Verkauf von Eucerin an OTC-Produkte bindet.

Die Crux mit Selektivverträgen von Apothekenkosmetik ist, dass die Hersteller die Offizin nicht als alleinigen Verkaufsort festlegen dürfen. Dagegen würde die Konkurrenz wettbewerbsrechtlich schnell erfolgreich klagen. Deshalb gibt es für die Dermokosmetik den Bezug zur pharmazeutischen Beratung, um eine Grenze zum Mass Market zu ziehen. Douglas will ebenfalls vom Geschäft mit Apothekenkosmetik profitieren und sich für ein neues Geschäftsmodell die pharmazeutische Kompetenz in die eigenen Läden einkaufen.

Beiersdorf hat reagiert. Der Hamburger Kosmetikkonzern konkretisiert den Selektivvertrag über den Verkauf von Eucerin um eine neue Passage. Die Apothekenkosmetik wird an den Verkauf von OTC-Produkten gekoppelt: „Eucerin muss im Verkaufsraum in unmittelbarer, räumlicher Nähe von apothekenpflichtigen Produkten präsentiert werden“, sagt Commercial Director Frank-Simon Basel.

Die Apotheken werden derzeit über die Anpassung informiert und müssen zustimmen. Für die Vertragspartner ändert sich mit der neuen Klausel nichts: „Für die Apotheken ergibt sich daraus keine Änderung in der Platzierung der Kosmetikprodukte von Eucerin“, so Basel. Die Produkte können weiterhin an der gleichen Stelle im Regal stehen wie zuvor. Mit unmittelbarer Nähe ist nicht gemeint, dass Eucerin direkt oder sogar in der Sichtwahl stehen muss.

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