Apothekenkosmetik

dm: Selektivvertrag ist online irrelevant APOTHEKE ADHOC, 16.10.2018 12:23 Uhr

Berlin - Die Drogeriekette dm will mit dem Verkauf von Apothekenkosmetik über das Internet auf das gestiegene Kundeninteresse reagieren. Parfum-, Apotheken- oder Friseurmarken würden online verstärkt nachgefragt, sagt Geschäftsführer Christoph Werner im Interview mit der Lebensmittel Zeitung (LZ). Selektive Vertriebsmodelle seien online eigentlich obsolet.

dm bietet aktuell über den Online-Shop verschiedene Kosmetikmarken aus der Apotheke an. Das Angebot ist noch überschaubar. Darunter sind etwa fünf verschiedene Produkte vom Marktführer Eucerin und sechs von Vichy. Sie werden mit den Buttons „Neu“ und „Nur online“ beworben. Woher die Kosmetik stammt, verrät die Drogeriekette nicht. Die Hersteller weisen eine direkte Geschäftsbeziehung zurück.

Werner ist für das Ressort Marketing und Beschaffung zuständig. Im Interview äußert er Zweifel an den Selektivverträgen zwischen Herstellern und Apotheken. „Der selektive Vertrieb, der im stationären Handel von den Markenherstellern relativ konsequent durchgehalten wird, ist online eigentlich obsolet“, sagte er. Es gelinge den Markenherstellern nicht oder sei nicht ihr Anliegen, diese Vertriebsbindung online aufrecht zu halten. „Wenn Sie auf Google Eucerin suchen, bekommen Sie zahlreiche Treffer, die sich nicht nach Handelsformaten richten. Die Vertriebsbindung wird online nicht unterlaufen, sie ist im Netz einfach irrelevant“, so Werner.

Für dm sei wichtig, den Kunden ein Angebot zu machen, wenn sie Apothekenkosmetik verstärkt nachfragten. „Nur so können wir unsere Relevanz beim Kunden erhalten. Das gilt auch für Eucerin und Vichy“, so Werner. Ein Kunde, der die Marken bei Amazon oder Google kaufe, unterscheide auch nicht nach Vertriebskanälen. Für ihn sei es wichtig, die Marke möglichst unkompliziert zu einem guten Preis zu erhalten. „Danach richten wir uns.“

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