Apotheker helfen in aller Welt

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Berlin -

Geld für Werbung gibt es keines – jeder gespendete Euro wird in die Hilfsprojekte gesteckt. Seit 18 Jahren engagieren sich Apotheker aus ganz Deutschland bei „Apotheker helfen“ für Menschen in aller Welt, die nicht in die nächste Apotheke gehen können, um sich ein Pflaster oder eine Salbe zu kaufen. Denn entweder gibt es in ihrem Heimatort gar keine Apotheke oder sie wurde bei Kriegshandlungen zerstört.

Das Budget des Vereins ist knapp bemessen: „Pro Jahr haben wir zwischen 170.000 und 250.000 Euro“, sagt Geschäftsführer Andreas Wiegand. Ziel des Vereins ist es, die medikamentöse Versorgung in Krisengebieten, bei Naturkatastrophen, Krankheit oder Armut zu sichern oder zu verbessern. Am Samstag trafen sich die Vereinsmitglieder im Rahmen des Bayerischen Apothekertages in Würzburg zur Mitgliederversammlung.

Durch Kooperation mit anderen Hilfsorganisationen stellt der in München ansässige Verein beeindruckende Aktionen auf die Beine. Gerade wurden in Zusammenarbeit mit „Luftfahrt ohne Grenzen“, „Action medeor“ und „Lufthansa Cargo“ drei „Emergency Healthkits“ von Frankfurt nach Erbil geflogen. In der irakischen Stadt leben viele Flüchtlinge, die sich vor den kriegerischen Auseinandersetzungen in Mossul retten konnten.

„Ein Health Kit stellt die medizinische Grundversorgung für 10.000 Menschen für drei Monate sicher“, sagt Wiegand, „darin befinden sich unter anderem Verbands- und Schmerzmittel, Antibiotika, Infusionslösungen, Nadeln, Mittel gegen Durchfall und Augenarzneimittel. Ein Kit wiegt rund zwei Tonnen und muss mit einem großen Transportflugzeug geliefert werden.“

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