Expopharm beschränkt die Sammelwut

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Düsseldorf - Jetzt greift die Messe Düsseldorf hart durch: Ab sofort sind pro Expopharm-Besucher nur noch zehn Souvenirs erlaubt. Gestern waren sieben PTA mit Kreislaufbeschwerden unter der Last ihrer schweren Tüten zusammengebrochen. Die Veranstalter wollen daher am letzten Messetag aus gesundheitlichen Gründen die Sammelwut begrenzen.

Die Messe zog die Notbremse, nachdem in der Ambulanz gestern auch mehrere Fälle von akutem Bandscheibenvorfall behandelt werden mussten. Ab heute wird an den Ausgängen streng kontrolliert. Alles, was über zehn Warenproben und Geschenke hinausgeht, wird umgehend konfisziert und an karitative Einrichtungen gespendet.

Auch Rollkoffer und Einkaufswagen sind ab sofort nicht mehr gestattet. Denn die sind zwar rückenschonend, entschuldigen die Maßlosigkeit jedoch nicht. Außerdem hatte sich die Düsseldorfer Verkehrsgesellschaft beschwert, dass die U- und S-Bahnen an ihre Belastungsgrenze stoßen.

Gestern Nachmittag schaltete sich sogar der Kinderschutzbund ein. „Wir wurden darüber informiert, dass viele Messebesucher ihre Kinderwagen zweckentfremden und ihre Tüten darin transportieren. Es kann nicht sein, dass die Gier über das Kindeswohl siegt”, sagte eine Sprecherin. Messe-Security Mitarbeiter Kevin P. zu APOTHEKE ADHOC: „Wahnsinn. Echt. Ich arbeite hier seit zehn Jahren, so etwas habe ich noch nie erlebt. Ich mache drei Kreuze, wenn diese seltsamen Apotheker wieder weg sind.”

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